Kurz informiert: Abgeordnetenwatch, Telekom, Iran, Asteroiden

Unser werktäglicher News-Überblick fasst die wichtigsten Nachrichten des Tages kurz und knapp zusammen.

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Von
  • Isabel Grünewald

In den zwei Monaten bis zur Bundestagswahl können die Wählerinnen und Wähler jetzt mehr als 2500 Direktkandidaten aus allen Wahlkreisen online befragen. Dafür hat die Organisation abgeordnetenwatch.de ein entsprechendes Frageportal gestartet. Dort gibt es auch Informationen zum Wahlrecht und zu den Wahlprogrammen der einzelnen Parteien. Drei bis vier Wochen vor dem Wählervotum soll es zudem einen "persönlichen Kandidierenden-Check" geben. Ähnlich wie beim "Wahl-o-Mat" können dann Nutzende zu 24 politischen Thesen ihre eigene Meinung mit der Haltung der Wahlkreisbewerber abgleichen.

Bei vielen Festnetzanschlüssen der Deutschen Telekom gab es am Donnerstagvormittag teils große Probleme. Auch Dienste von Microsoft sowie Webex von Cisco waren betroffen. Für die Probleme war offenbar einmal mehr ein Fall von BGP-Hijacking verantwortlich. Dabei annoncieren Provider IP-Adressblöcke als eigene, die gar nicht zu ihnen gehören. In der Folge wird der an die Adressen gerichtete Traffic zum eigentlichen Ziel umgeleitet. Im aktuellen Fall war wohl ein bulgarischer Provider verantwortlich, wie erste Analysen nahelegen.

Kurz informiert – auch als Podcast

Die wichtigsten News des Tages komprimiert auf 2 Minuten liefert unser werktäglicher News-Podcast. Wer Sprachassistenten wie Amazon Alexa oder Google Assistant benutzt, kann die News auch dort hören bzw. sehen. Bei Alexa einfach den Skill aktivieren oder Google Assistant sagen: "Spiele heise Top".

Ein Gesetz im iranischen Parlament für noch mehr Internetzensur hat im Land und auch in der Führungsebene eine beispiellose Protestwelle ausgelöst. Selbst Kultusminister Abbas Salehi und das eigentlich fürs Internet zuständige Kommunikationsministerium reagierten empört auf die parlamentarische Entscheidung. Offiziell geht es in dem Gesetz um die Aufsicht sowie die Schaffung iranischer Alternativen zu beliebten Onlinediensten. Kritiker befürchten jedoch, dass viele Plattformen lahmgelegt werden. Außerdem sollen laut dem Gesetz alle Internetnutzer registriert und sämtliche VPN-Apps, mit denen man sich im Iran über Datentunnel Zugang zu unerlaubten Webseiten verschaffen kann, verboten werden.

Die beiden Asteroiden Pompeja und Justitia kreisen im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter um die Sonne. Nun gibt es aber Hinweise darauf, dass sie ursprünglich vom Rand des Sonnensystems stammen. Zu diesem Schluss kommt eine Forschungsgruppe der japanischen Weltraumagentur JAXA, die die Farbe der Objekte analysiert hat. Beide sind demnach deutlich röter als alle anderen großen Himmelskörper in der Region und ähneln eher transneptunischen Objekten. Sollte sich dieser Verdacht bestätigen, wären die Asteroiden besonders spannende Ziele für Forschungssonden, da zu ihnen deutlich weniger Flugzeit benötigt würde, als in den Kuipergürtel.

(igr)