Kurz informiert: Amazon, ID-Nr., Clubhouse, Facebook

Unser werktäglicher News-Überblick fasst die wichtigsten Nachrichten des Tages kurz und knapp zusammen.

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  • Sylke Wilde

Der weltgrößte Onlinehändler Amazon steht seit langem wegen Steuervermeidung in der Kritik, jetzt spricht sich ausgerechnet Konzernchef Jeff Bezos für höhere Abgaben aus. "Wir unterstützen eine Anhebung des Unternehmenssteuersatzes", erklärte Bezos in einer im Firmenblog veröffentlichten Stellungnahme. Die Aussagen von Bezos erfolgen vor dem Hintergrund eines billionenschweren Infrastruktur-Investitionsprogramms, das US-Präsident Joe Biden plant, und das zum Teil durch stärkere Unternehmensbesteuerung finanziert werden soll.

Nachdem der Bundesrat am 5. März 2021 dem "Gesetz zur Einführung und Verwendung einer Identifikationsnummer in der öffentlichen Verwaltung und zur Änderung weiterer Gesetze"- kurz Registermodernisierungsgesetz - zugestimmt hatte, wurde das Gesetz am 6. April verkündet. Im Mittelpunkt steht die Einführung einer Identifikationsnummer für Bürger*innen. Dank dieses "veränderungsfesten Ordnungsmerkmals" können laut Pressemitteilung des Bundesinnenministeriums Verwaltungsdaten "sicher und datenschutzkonform der richtigen Person" zugewiesen werden.

Kurz informiert – auch als Podcast

Die wichtigsten News des Tages komprimiert auf 2 Minuten liefert unser werktäglicher News-Podcast. Wer Sprachassistenten wie Amazon Alexa oder Google Assistant benutzt, kann die News auch dort hören bzw. sehen. Bei Alexa einfach den Skill aktivieren oder Google Assistant sagen: "Spiele heise Top".

Die seit knapp einem Jahr auf dem Markt befindliche Live-Podcast-App Clubhouse von Alpha Exploration Co schwingt sich zu ungeahnten Höhen auf. In einer neuen Finanzierungsrunde wird Clubhouse nun mit 4 Milliarden US-Dollar bewertet, wie das Wirtschaftsmagazin Bloomberg berichtet. Im Januar war der Wert noch auf eine Milliarde taxiert worden. Die Unternehmensbewertung von Clubhouse soll bei Gesprächen zu einer neuen Finanzierungsrunde erfolgt sein. Unklar ist derzeit noch, wie viel Geld Clubhouse in der neuen Finanzierungsrunde einsammeln will und welche Investoren daran beteiligt sind.

Facebook beharrt darauf, dass das jüngste Datenleck nicht neu ist. Damit will der Konzern wohl auch potenziell teure Regelungen aus Europa und den USA umgehen. Anstatt bei der Aufklärung der Umstände des jüngsten Datenlecks, von dem mehr als 500 Millionen Nutzer betroffen sind, mitzuhelfen, stiftet Facebook nur mehr Verwirrung. Darauf weist nicht nur das US-Magazin Wired hin, das die Daten analysiert hat. So besteht Mike Clark von Facebook in einem Blogeintrag darauf, dass die Daten nicht durch Hacking, sondern durch die Ausnutzung einer legitimen Funktion von Facebook abgegriffen worden seien.

(sy)