Kurz informiert: Autofertigung, Facebook, DisplayPort 2.0, Filesharing

Unser werktäglicher News-Überblick fasst die wichtigsten Nachrichten des Tages kurz und knapp zusammen.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen
Von
  • Isabel Grünewald

Der Mangel an Elektronik-Chips für Autos sorgt bei Herstellern und Zulieferern für wachsende Probleme. Nun schickt auch Audi in der kommenden Woche annähernd 10.000 Mitarbeiter in Ingolstadt und Neckarsulm in Kurzarbeit. Schon im Dezember hatte Volkswagen Engpässe bei den Halbleitern gemeldet und Kurzarbeit für sein Werk in Emden beantragt, Daimler für die Produktion in Bremen, und auch beim Zulieferer Hella bremst der weltweite Mangel an Mikrochips die Produktion. Grund für die Probleme ist, dass viele Chipfirmen während des Auto-Absatzeinbruchs zu Beginn der Covid-19-Pandemie im Frühjahr 2020 ihre Produktion auf Unterhaltungselektronik umgestellt hatten.

Facebook hat in Portugal Klage gegen zwei dort ansässige Entwickler eingereicht, die Nutzerdaten von Facebook-Anwendern gestohlen haben sollen. Die Entwickler sollen dafür selbst programmierte Browser-Erweiterungen verwendet haben, die von der Firma "Oink and Stuff" angeboten werden. Diese greifen Daten wie Name, Nutzer-ID, Geschlecht, Beziehungsstatus, Altersgruppe und andere Informationen ohne Einwilligung oder Kenntnisnahme der Anwender ab. "Web for Instagram plus DM", "Blue Messenger", "Emoji Keyboard" und "Green Messenger" sollen demnach wie Spyware funktionieren. Diese Browser-Erweiterungen sind für Chrome, Firefox, Opera und Microsoft Edge verfügbar und zumindest teilweise noch downloadbar.

Kurz informiert – auch als Podcast

Die wichtigsten News des Tages komprimiert auf 2 Minuten liefert unser werktäglicher News-Podcast. Wer Sprachassistenten wie Amazon Alexa oder Google Assistant benutzt, kann die News auch dort hören bzw. sehen. Bei Alexa einfach den Skill aktivieren oder Google Assistant sagen: "Spiele heise Top".

Die ursprünglich für Ende letzten Jahres geplanten Produkte mit DisplayPort 2.0 haben Verspätung. Monitore werden zwar entwickelt, konnten aber aufgrund der Coronavirus-Pandemie nicht wie gewohnt breit getestet werden. Die ersten DisplayPort-2.0-konformen Produkte sollen immerhin noch dieses Jahr in den Handel kommen. DisplayPort 2.0 bietet mehr Bandbreite und erlaubt höhere Auflösungen von bis zu 16K. Alternativ lassen sich mehrere hochauflösende Displays hintereinander geschaltet über ein Kabel ansteuern.

Der US-Internetprovider Cox Communications muss eine Milliarde US-Dollar an 57 Plattenfirmen und Musikverlage überweisen. Kunden des Internetproviders haben in den Jahren 2013 und 2014 mehr als 10.000 Musikstücke über Filesharing-Netze kopiert. Weil Cox diese Kunden trotz Beschwerden der Rechteinhaber nicht vom Internet abgeschnitten hat, muss das Unternehmen jetzt als Beitragstäter für die Copyrightverletzungen seiner Kunden geradestehen.

(igr)