Kurz informiert: BKA, Twitter, Google Phishing, Weltraummüll

Unser werktäglicher News-Überblick fasst die wichtigsten Nachrichten des Tages kurz und knapp zusammen.

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  • Sylke Wilde

Um mehr Spezialisten für die Bekämpfung von Cyberkriminalität zu gewinnen, wird der Zugang zum gehobenen Dienst beim Bundeskriminalamt neu geregelt. Das hat das Kabinett am Mittwoch in Berlin beschlossen. War bisher eine Laufbahn im gehobenen Kriminaldienst nur mit einem verwaltungsinternen Bachelorstudiengang möglich, solle künftig pro Jahr eine "höhere zweistellige Zahl von Cyberkriminalistinnen und -kriminalisten" eingestellt werden. Diese müssen "ein informationstechnisch, ingenieurwissenschaftlich oder naturwissenschaftlich geprägtes Studium" absolviert haben.

Zum ersten Mal seit 2012 haben die Twitter-Entwickler die Twitter-API rundum erneuert. Sie hat ein neues Grundgerüst erhalten und soll zahlreiche Features umfassen, die Entwickler schon seit längerem vermisst hatten. Neu sind zum Beispiel das Threading von Unterhaltungen, die Ausgabe von Umfrageergebnissen, das Anpinnen von Tweets an Profile, Spamfilter, neue Streamfilter und die Einführung von SQL. Laut Blogeintrag plant Twitter in Kürze erste neue Endpunkte im Early-Access-Stadium zugänglich zu machen.

Google ist sehr schnell dabei, andere an den Pranger zu stellen, wenn sie es mit der Sicherheit nicht so genau nehmen. Selbst bekommen sie jedoch seit vielen Jahren ihre Redirect-Services nicht in den Griff, schreibt heise Security. So landen immer wieder Mails in den Postfächern, deren Links auf google.de verweisen, beim Anklicken landet der Benutzer aber auf gut gemachten Phishing-Seiten. Aktuelle Phishing-Kampagnen richten sich mal wieder gegen Amazon-Verkäufer. Wer ganz genau hinsieht, erkennt durchaus, dass es sich um eine Phishing-Seite handelt. Doch wer gerade in Eile ist, aber trotzdem schnell unzufriedene Kunden betreuen möchte, übersieht vielleicht die verräterische Domain-Endung und liefert seine Zugangsdaten dem Phisher frei Haus.

Trümmer in der Erdumlaufbahn sind nur wenige Stunden in der Dämmerung lokalisierbar. Österreichische Forscher können sie nun am Tag besser sichtbar machen. Wie das Fachjournal „Nature Communications“ berichtet, ist es dem Team von Michael Steindorfer, einem Weltraummüllforscher der Österreichischen Akademie der Wissenschaften gelungen, Weltraummüll am helllichten Tag vor einem Hintergrund mit blauem Himmel zu visualisieren. Die Wissenschaftler erweiterten dazu die Sonnenlichtreflexionsmethode um einen speziellen Filter, ein Teleskop und ein Kamerasystem.

(sy)