Kurz informiert: BND-Massenüberwachung, Hannover Messe, Apple, Tesla

Unser werktäglicher News-Überblick fasst die wichtigsten Nachrichten des Tages kurz und knapp zusammen.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen
Von
  • Isabel Grünewald

Der Bundesnachrichtendienst erhält breite Befugnis zum Hacken ausländischer Vermittlungsanlagen, Telekommunikationsinfrastruktur und der IT-Systeme von Internet-Providern. Dies hat der Bundestag im Rahmen der Reform des BND-Gesetzes beschlossen. Für die Initiative stimmten die Regierungsfraktionen von CDU/CSU und SPD, die Opposition war geschlossen dagegen. Der BND kann künftig offiziell in Computer und Handys von Ausländern im Ausland mit technischen Mitteln wie dem Bundestrojaner eindringen und heimliche Online-Durchsuchungen durchführen. Für Daten aus einer Vertraulichkeitsbeziehung etwa zu Geistlichen, Rechtsanwälten und Journalisten gelten höhere Auflagen.

Die in gut zwei Wochen startende Digitalausgabe der Hannover Messe soll Wirtschaft und Verbrauchern vor allem neue Technologien für mehr Klimaschutz durch vernetzte Energiesteuerung näherbringen. Dies erwartet der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie, dessen Mitglieder einen großen Kreis der Aussteller ausmachen. Die wichtigste Industriemesse der Welt läuft vom 12. bis zum 16. April – diesmal als reines Online-Format. Die Vernetzung auf der Messe selbst soll mit Hilfe eines "Dashboards" laufen, über das sich jeder Besucher – je nach Interessenprofil – mit Firmen und anderen Besuchern austauschen kann.

Kurz informiert – auch als Podcast

Die wichtigsten News des Tages komprimiert auf 2 Minuten liefert unser werktäglicher News-Podcast. Wer Sprachassistenten wie Amazon Alexa oder Google Assistant benutzt, kann die News auch dort hören bzw. sehen. Bei Alexa einfach den Skill aktivieren oder Google Assistant sagen: "Spiele heise Top".

Apple hat seine vor allem in China beheimateten Produzenten aufgefordert, für eine schärfere Geheimhaltung bei neuen Produkten zu sorgen. Zahlreiche Forderungen stehen dazu in einem neuen Dokument, das dem IT-Newdienst The Information vorliegt. Pikant daran: Während der Datenschutz für Apple-Mitarbeiter, die die Fabriken von Foxconn & Co. besuchen, verbessert wird, müssen sich die Fertiger ihre eigenen Arbeiter noch genauer ansehen, als sie es jetzt schon tun. Sie werden aufgefordert, alle Angestellten, die an noch nicht offiziell vorgestellten Apple-Produkten arbeiten, einer Hintergrundüberprüfung zu unterziehen.

Tesla ist wegen eines Anti-Gewerkschafts-Tweets seines Chefs Elon Musk und anderen arbeitsrechtlichen Verstößen in den USA zur Rechenschaft gezogen worden. Die Arbeitnehmerschutzbehörde NLRB stufte in einem Urteil unter anderem die Entlassung eines Mitarbeiters als illegal ein, der sich für die Gründung einer Gewerkschaft eingesetzt hatte. In Deutschland droht Musk Ärger mit der IG Metall. Noch bevor im brandenburgischen Grünheide das erste Auto gefertigt wurde, hat der Tesla-Chef schon seine Abneigung gegen Tarifverträge zum Ausdruck gebracht.

(igr)