Kurz informiert: Bestandsdatenauskunft, CES, Corona-Warn-App, TikTok

Unser werktäglicher News-Überblick fasst die wichtigsten Nachrichten des Tages kurz und knapp zusammen.

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  • Isabel Grünewald

Vertreter aller Oppositionsfraktionen haben den Gesetzentwurf scharf kritisiert, mit dem die große Koalition die Bestimmungen zur Bestandsdatenauskunft an die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts anpassen will. Der FDP-Netzexperte Manuel Höferlin befürchtet, dass damit der "nächste Riss im Fundament der digitalen Bürgerrechte" drohe. Der Linke Abgeordnete Niema Movassat bezeichnete es als hoch problematisch, dass Netzwerkbetreiber von sich aus verdächtige Inhalte und zugehörige Daten ans BKA melden müssten. Das Anti-Hass-Gesetz habe "die Reaktion auf den Anschlag in Halle" sein sollen, erklärte der Grüne Konstantin von Notz. Die Koalition habe es durch den Einbau der Vorgaben zur Bestandsdatenauskunft aber "verbockt".

Microsoft-Präsident Brad Smith hat die Tech-Branche aufgerufen, bei der Absicherung wichtiger Infrastrukturen gegen Cyber-Angriffe zusammenzuarbeiten. Die jüngsten Solar-Winds-Angriffe gegen Microsoft und zahlreiche andere Unternehmen seien "ein wahlloser, massiver Angriff auf die globale Lieferkette, die wir gemeinsam schützen müssen", sagte Smith in seiner aufgezeichneten Keynote im Rahmen der digitalen CES. Der Microsoft-Präsident wünscht sich eine globale Übereinkunft, die Attacken auf bestimmte Infrastruktur wie etwa das Gesundheitswesen ächtet.

Kurz informiert – auch als Podcast

Die wichtigsten News des Tages komprimiert auf 2 Minuten liefert unser werktäglicher News-Podcast. Wer Sprachassistenten wie Amazon Alexa oder Google Assistant benutzt, kann die News auch dort hören bzw. sehen. Bei Alexa einfach den Skill aktivieren oder Google Assistant sagen: "Spiele heise Top".

Google hat den Fehler an der technischen Schnittstelle der Corona-Warn-App für Android-Smartphones beseitigt. Der Fehler hatte dazu geführt, dass seit Dienstagabend etliche Nutzer kein aktuelles Ergebnis bei der Risiko-Ermittlung erhalten hatten. Das Problem habe allerdings nicht zum Verlust von Daten oder Informationen zu potenziellen Gefährdungen geführt, betont Google.

Das insbesondere bei Jüngeren beliebte, soziale Netzwerk TikTok nimmt Änderungen an den Privatsphäreeinstellungen vor. Die Profile aller Nutzer zwischen 13 und 15 Jahren stehen jetzt in der Voreinstellung auf "privat". Somit werden die Inhalte nicht öffentlich geteilt. Darüber hinaus lassen sich Videos dieser Altersgruppe nicht kommentieren, es sei denn, sie haben die Kommentarfunktion für die eigene Freundesliste freigeschaltet. Mit den Änderungen sollen Jugendlichen die Vorzüge der Privatsphäreeinstellungen nähergebracht werden, erklärt TikTok.

(igr)