Kurz informiert: Billiglöhne, Impf-Desinformation, Disney, Chang'e 5

Unser werktäglicher News-Überblick fasst die wichtigsten Nachrichten des Tages kurz und knapp zusammen.

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  • Isabel Grünewald

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil will Billiglöhnen bei Essenslieferdiensten und anderen boomenden Digitalplattformen einen Riegel vorschieben. "Ich werde nicht zulassen, dass Digitalisierung in der Plattformökonomie mit Ausbeutung verwechselt wird", sagte Heil der dpa. Nach Eckpunkten des Arbeitsministeriums sollen auch soloselbstständige Plattformtätige künftig sozialen Schutz und angemessene Arbeitsbedingungen genießen. Das Thema steht laut Heil auch auf dem Digitalgipfel der Regierung am Montag und Dienstag auf der Tagesordnung. "Es gibt Plattformen, in denen ich keineswegs den Eindruck habe, dass prekäre Arbeit vorherrscht", sagte der SPD-Minister. Etwa bei den Handwerksplattformen. Doch faire Bedingungen seien generell nötig.

Angesichts der in der ganzen EU zurückgehenden Impfbereitschaft haben sich Experten des Beratungshauses CounterAction auf die Suche nach Gründen dafür in sozialen Netzwerken gemacht, in denen Meinungen oft mitgeformt werden. Dabei sind sie unter anderem auf Facebook fündig geworden. In Deutschland fanden die Beobachter mehr als 30.000 Postings mit Falschinformationen zu diesem Thema. So verglichen Nutzer etwa Impfungen mit dem Holocaust. Dazu kamen antisemitische Inhalte über eine angebliche zionistische Verschwörung. Zwei Millionen Deutsche gehören der Studie zufolge solchen Gruppen an.

Kurz informiert – auch als Podcast

Die wichtigsten News des Tages komprimiert auf 2 Minuten liefert unser werktäglicher News-Podcast. Wer Sprachassistenten wie Amazon Alexa oder Google Assistant benutzt, kann die News auch dort hören bzw. sehen. Bei Alexa einfach den Skill aktivieren oder Google Assistant sagen: "Spiele heise Top".

Der US-Medienkonzern Disney wird von der Corona-Krise besonders stark getroffen. Nun sollen noch mehr Mitarbeiter entlassen werden, als zuletzt angekündigt. Weltweit sollen nicht 28.000, sondern 32.000 Mitarbeiter entlassen werden, 37.000 weitere sind im Zwangsurlaub. Die vor der Entlassung stehenden Angestellten arbeiten in erster Linie in den Vergnügungsparks, die selbst nach dem Ende der vorgeschriebenen Schließungen deutlich weniger Besucher anziehen.

China hat schon viele Ausflüge zum Mond unternommen. Trotzdem ist die in dieser Woche gestartete Chang'e 5 etwas ganz besonderes. Die nach der chinesischen Mondgöttin benannte Raumsonde soll nicht nur wie bei früheren Missionen einen Rover auf der Oberfläche absetzen, sondern mit Gesteinsproben zur Erde zurückkehren. Im Erfolgsfall wäre es das erste Mal seit 44 Jahren, dass Gesteinsproben zur Erde zurückgebracht würden. China wäre nach den USA und der Sowjetunion in den 60er und 70er Jahren erst die dritte Raumfahrtnation, der ein solches Vorhaben gelingt.

(igr)