Kurz informiert: Cancel Culture, 5G, The Dark Overlord, Stör-TV

Unser werktäglicher News-Überblick fasst die wichtigsten Nachrichten des Tages kurz und knapp zusammen.

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Von
  • Isabel Grünewald

Die neudeutsch als "Cancel Culture" bezeichnete Empörungskultur in sozialen Medien, die darauf zielt, mehr oder weniger bekannte Persönlichkeiten mundtot zu machen und ihre Meinungen auszulöschen, missfällt der früheren Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger."Kontroverse muss möglich sein", betonte die FDP-Politikerin bei einer Debatte der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit.Generell gehe die Meinungs- und die Medienfreiheit in Deutschland "sehr weit", konstatierte die Juristin. Auch ein zugespitzter Kommentar sei möglich, solange niemand persönlich beleidigt oder diffamiert werde. Gefährlich sei aber "ganz gezielte Desinformation", wie sie derzeit etwa Gegner der Corona-Maßnahmen "bis hin zur QAnon-Bewegung" verbreiteten, betonte Leutheusser-Schnarrenberger.

Wer an einem ICE-Bahnhof wartet, kann immer häufiger auf den neuen Mobilfunkstandard 5G zurückgreifen. Bereits an 21 Fernbahnhöfen sei dies im Telekom-Netz möglich, ergab eine Untersuchung des Vergleichsportals Verivox. 5G bedeute jedoch nicht automatisch Gigabit-Geschwindigkeit, erläutert Verivox-Experte Jens-Uwe Theumer. Die Bandbreite sei abhängig vom genutzten Frequenzbereich und der Zahl der eingeloggten Nutzer in einer Funkzelle. Sie sinke außerdem, wenn 4G und 5G an einem Mobilfunkmast parallel genutzt werden.

Kurz informiert – auch als Podcast

Die wichtigsten News des Tages komprimiert auf 2 Minuten liefert unser werktäglicher News-Podcast. Wer Sprachassistenten wie Amazon Alexa oder Google Assistant benutzt, kann die News auch dort hören bzw. sehen. Bei Alexa einfach den Skill aktivieren oder Google Assistant sagen: "Spiele heise Top".

In den USA ist ein ehemaliges Mitglied der kriminellen Hackergruppe "The Dark Overlord" zu fünf Jahren Haft und einer Strafe von fast 1,5 Millionen US-Dollar verurteilt worden. Das teilte das US-Justizministerium mit und verwies darauf, dass sich der 39-jährige Familienvater für schuldig bekannt hatte. Er gab zu für die Hackergruppe Accounts bei Kommunikations-, Bezahl- und VPN-Diensten gepflegt zu haben. Außerdem hatte er unter anderem Drohungen und erpresserische Nachrichten verschickt.

In einem kleinen walisischen Dorf ist die Online-Welt nun wieder in Ordnung. Davor hatten die etwa 2200 Einwohner rund eineinhalb Jahre mit einer täglichen Störung ihrer Internetverbindung zu kämpfen. Wieso und weshalb konnten auch Experten der zuständigen British Telecom zunächst nicht herausfinden. Messungen führten dann zur Erkenntnis, dass ein alter Fernseher die Netzinfrastruktur massiv beeinträchtigte. Nach Angaben der BBC hatte er Impulsrauschen mit hohem Pegel verursacht und damit die Internetverbindungen im gesamten Dorf gestört.

(igr)