Kurz informiert: Corona-Impfung, REvil, Lärmblitzer, Demenz

Unser werktäglicher News-Überblick fasst die wichtigsten Nachrichten des Tages kurz und knapp zusammen.

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Von
  • Isabel Grünewald

Angesichts der teils dramatischen Corona-Lage in einigen EU-Staaten will die EU mehr gegen Impf-Skepsis tun. Insbesondere Desinformationen in sozialen Netzwerken müssten bekämpft werden, hieß es in den Schlussfolgerungen des EU-Gipfels in Brüssel. Zwar hätten die Impfkampagnen in Europa erheblichen Fortschritt gebracht. Dennoch bleibe die Lage in einigen Ländern sehr ernst. Zudem sollten Hürden bei der globalen Versorgung mit Impfstoff beseitigt werden. Dazu solle sich die EU-Kommission direkt mit den Herstellern auseinandersetzen. So könnten die EU-Staaten die Lieferungen an die bedürftigsten Länder beschleunigen.

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Die Erpressergruppe REvil ist im Rahmen einer länderübergreifenden Aktion von Strafverfolgungsbehörden selbst gehackt worden und deshalb erneut offline gegangen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters und liefert damit wohl die Erklärung dafür, warum die Gruppe in dieser Woche einmal mehr von der Bildfläche verschwunden ist. Demnach war es dem FBI gemeinsam mit anderen US-Sicherheitsbehörden und Organisationen anderer Staaten gelungen, Backups der REvil-Gruppe zu kompromittieren und damit eine Taktik der Cyberkriminellen gegen diese zu wenden. Verantwortlich für den Erfolg sei auch ein aggressiveres Vorgehen der staatlichen Akteure gewesen.

Kurz informiert – auch als Podcast

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Ab November werden in Frankreich Tests mit Lärmüberwachungsgeräten im Straßenverkehr ausgeweitet. Für Politiker der SPD und Grünen in Bremen ist dies ein Anlass, auch für die Hansestadt solche "Lärmblitzer" zu fordern, um Autoposern und Rasern besser Einhalt gebieten zu können. In Deutschland fehlen dafür offenbar bislang die juristischen und technischen Voraussetzungen. "Es wäre schön, wenn man auf Bundesebene die juristische Grundlage legen würde, damit man solche Lärmblitzer einsetzen kann", sagte Jens Tittmann, Sprecher des Bremer Verkehrsressorts, laut Weser-Kurier.

Eine Grippeimpfung schützt zwar in erster Linie vor Influenza, aber eine im Fachmagazin Vaccine veröffentlichte Kohortenstudie deutet nun noch auf einen großen Mehrwert hin. Forschende der Saint Louis University School of Medicine haben die Krankenakten von 120.000 US-Veteranen analysiert und festgestellt: Wer sich jährlich gegen Influenza hat impfen lassen, hatte ein um 12 Prozent geringeres Risiko an Demenz zu erkranken, als Menschen, die sich nicht jährlich haben impfen lassen. Die Forschungsgruppe geht davon aus, dass die regelmäßigen Impfungen das Immunsystem systematisch trainieren.

(igr)