Kurz informiert: Datenschutzbehörden, Apple, Arktis, Raumstation

Unser werktäglicher News-Überblick fasst die wichtigsten Nachrichten des Tages kurz und knapp zusammen.

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Kurz informiert: Datenschutzbehörden, Apple, Arktis, Raumstation
Von
  • Isabel Grünewald

Der Auswahlprozess der Landesbeauftragten und der Bundesbeauftragten für Datenschutz verstößt weitgehend gegen die Vorgaben der DSGVO. Zu diesem Schluss kommt ein aktuelles Gutachten des Netzwerks Datenschutz. Laut DSGVO müssten diese Führungspersonen über die "erforderliche Qualifikation, Erfahrung und Sachkunde insbesondere im Bereich des Schutzes personenbezogener Daten verfügen". Dies sei in vielen Fällen nicht gegeben. Das Thema ist hochaktuell: in Sachsen-Anhalt und Berlin sind die Positionen seit Monaten unbesetzt. Im kommenden Jahr stehen in sechs Bundesländern eine Wieder- bzw. Neubesetzungen an. Als Fazit stellt das Gutachten fest, dass die Transparenz idealerweise über eine Ausschreibung hergestellt werden könne, die gesetzlich festgeschrieben werden sollte. Die "weithin verbreitete politische Praxis des Ausklüngelns in Hinterzimmern" müsse beendet werden.

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Eine US-Sammelklage von mehreren Entwicklern, die Apples "App-Store-Monopol" aufbrechen wollten, ist in erster Instanz gescheitert. Die Kläger seien nicht in der Lage gewesen, den relevanten Markt zu definieren und könnten so auch keinen Schaden durch Apples angebliche Wettbewerbsverletzungen geltend machen, erläutert der Richter in der Urteilsbegründung. Die Entwickler hatten Apple vorgeworfen, mit seiner Entscheidungsgewalt über iOS-Apps gegen Wettbewerbsrecht zu verstoßen. Durch die Auswahl und "Zensur" von Apps für den Vertrieb über den App Store missbrauche Apple seine Marktmacht. Die Kläger haben angekündigt, in Berufung zu gehen.

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Der Regen kommt früher als gedacht. Irgendwann in 30 bis 60 Jahren wird es über der Nordpolarregion mehr regnen als schneien. Das ist Jahrzehnte früher als bisher angenommen. Zu diesem besorgniserregenden Ergebnis kommen Forscher der kanadischen University Manitoba und des Nationalen Schnee- und Eis-Datenzentrums der USA. Selbst wenn die globale Erwärmung unter der 1,5-Grad-Grenze bleibt, ändert sich an dieser Tendenz wohl nichts mehr.

Die NASA hat an drei Unternehmen Aufträge zur Entwicklung einer Raumstation vergeben, die einmal der ISS nachfolgen soll. Insgesamt geht es dabei in dieser Phase der Projekte um rund 416 Millionen US-Dollar für Blue Origin von Jeff Bezos, Northrop Grumman und Nanoracks. Bis 2025 sollen die drei Unternehmen in Zusammenarbeit mit der NASA Konzepte für Raumstationen im niedrigen Erdorbit entwickeln, die kommerziell und staatlich genutzt werden können.

(igr)