Kurz informiert: E-Perso, Klimaschutz-Index, Kernfusion, Dragon

Unser werktäglicher News-Überblick fasst die wichtigsten Nachrichten des Tages kurz und knapp zusammen.

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  • Isabel Grünewald

Die digitale Identität soll nicht länger großen IT-Konzernen aus den USA überlassen werden: Statt sich mit den Konten von Facebook, Google und Co bei anderen Diensten anzumelden, ist geplant, dies mit dem Personalausweis machen zu können. Wie das Handelsblatt berichtet, hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Staatsministerin Dorothee Bär und Unternehmensvertretern unter anderem von der Bahn, Deutscher Telekom, BMW, Zalando, Lufthansa und der Commerzbank getroffen. Android-Geräte und iPhones können die eID inzwischen auslesen, genutzt wird das jedoch kaum. Um den E-Perso attraktiver zu machen, hält Bär es für sinnvoll, möglichst viele Anwendungsfälle in der Wirtschaft zu schaffen, da die Bürger zu wenig Berührungspunkte mit Behörden hätten. 76 Prozent der Bundesbürger sollen derzeit im Besitz des E-Perso sein.

Beim Klimaschutz hat sich Deutschland im internationalen Vergleich laut einer Studie mehrerer Umweltorganisationen etwas verbessert und ins obere Mittelfeld vorgeschoben. Die Bundesrepublik hat im Klimaschutz-Index vier Plätze gutgemacht und liegt nun auf Platz 19 – aber noch hinter Staaten wie Indien, Chile und Marokko. Deutschlands Problemfelder sind nach dem Urteil der Studienautoren zu schwache Ausbauziele für erneuerbare Energien, viel zu wenig Fortschritt im Verkehrssektor sowie ein noch immer hoher Energieverbrauch und auch hohe Emissionen klimaschädlicher Treibhausgase pro Einwohner.

Kurz informiert – auch als Podcast

Die wichtigsten News des Tages komprimiert auf 2 Minuten liefert unser werktäglicher News-Podcast. Wer Sprachassistenten wie Amazon Alexa oder Google Assistant benutzt, kann die News auch dort hören bzw. sehen. Bei Alexa einfach den Skill aktivieren oder Google Assistant sagen: "Spiele heise Top".

Großbritannien will das erste Land werden, das Fusionsenergie kommerziell einsetzt, bis 2040 soll dort ein Kernfusionsreaktor entstehen. Nun können sich britische Gemeinden darum bewerben, Standort für das Projekt zu werden. Durch den Bau und Betrieb der geplanten Tokamak-Anlage und der lokalen Lieferkette würden tausende hochqualifizierter Arbeitsplätze rund um ein neues Wissenschafts- und Technologiezentrum geschaffen.

SpaceX hat am Sonntag erneut eine Raumkapsel mit Fracht zur Internationalen Raumstation ISS geschickt, wobei zum ersten Mal eine überarbeitete Frachtkapsel Dragon zum Einsatz kam. Diese basiert auf der Raumkapsel Crew Dragon und kann 20 Prozent mehr Fracht aufnehmen, selbstständig an die ISS andocken und dort auch deutlich länger gekoppelt bleiben, erklärte das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk. Dank der Ergänzungen im Innern der Kapsel können noch mehr wissenschaftliche Experimente während ihres gesamten Aufenthalts dort verbleiben und müssen nicht an Bord der Raumstation gebracht werden.

(igr)