Kurz informiert: Endlager, Gesichtserkennung, Cyberspace, TikTok

Unser werktäglicher News-Überblick fasst die wichtigsten Nachrichten des Tages kurz und knapp zusammen.

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  • Isabel Grünewald

Die Bundesgesellschaft für Endlagerung hat ihren "Zwischenbericht Teilgebiete" für die Suche nach einem Endlager für Atommüll in Deutschland vorgelegt. Darin werden etwa 54 Prozent der Landesfläche der Bundesrepublik als geologisch geeignete Gebiete ausgewiesen. In den kommenden Jahren werden aus den Teilgebieten Standortregionen ausgewählt, die übertägig genauer erkundet werden. Einige davon werden dann auch untertägig erforscht. 2031 soll der Standort gefunden sein, ab 2050 sollen Behälter mit strahlendem Abfall unterirdisch eingelagert werden. Gorleben kommt als Standort nicht mehr infrage. Das habe sich nach geowissenschaftlichen Abwägungskriterien ergeben.

Der rheinland-pfälzische Datenschutzbeauftragte Dieter Kugelmann hat vor einer umfassenden Einführung von Techniken zur Gesichtserkennung gewarnt. "Eine flächendeckende, automatisierte Gesichtserkennung in öffentlichen Räumen könnte zu einer Totalüberwachung führen", sagte Kugelmann der dpa und fügte hinzu: "Davor graut es mir." Der Datenschützer warf der IT-Branche vor, schrittweise die Grenzen des Zulässigen auszuloten. Einzelne Anwendungen könnten zwar sinnvoll sein. Wenn aber viele solcher Anwendungen miteinander verknüpft würden, mündete dies in eine umfassende Überwachung.

Kurz informiert – auch als Podcast

Die wichtigsten News des Tages komprimiert auf 2 Minuten liefert unser werktäglicher News-Podcast. Wer Sprachassistenten wie Amazon Alexa oder Google Assistant benutzt, kann die News auch dort hören bzw. sehen. Bei Alexa einfach den Skill aktivieren oder Google Assistant sagen: "Spiele heise Top".

Der russische Präsident Wladimir Putin hat den Vereinigten Staaten einen Neustart der gemeinsamen Beziehungen im Bereich der Cybersicherheit vorgeschlagen. Mit vier Punkten will der Kreml eine großflächige Konfrontation im digitalen Bereich verhindern, erklärte Putin. Unerwähnt bleiben dabei die wichtigsten Gründe für das aktuell geringe beiderseitige Vertrauen: dass Russland eine Einmischung in die US-Präsidentschaftswahlen 2016 vorgeworfen wird, US-Geheimdienste auch in diesem Jahr erneut eine Einmischung erwarten und Microsoft einmal mehr Hackerangriffe mit Bezug zu den Wahlen registriert hat.

Das von US-Präsident Donald Trump über TikTok verhängte Verbot entfaltet vorerst keine Wirkung. Eine entsprechend einstweilige Verfügung hat ein US-Bundesrichter des Hauptstadtbezirks Columbia Sonntagabend erlassen. Ab Mitternacht Ortszeit hätten US-basierte App Stores Downloads und Updates von TikTok unterbinden müssen. Über das Verbot von Hosting, Datenverkehr und Nutzung, das am 12. November in Kraft treten soll, hat der Richter noch nicht entschieden.

(igr)