Kurz informiert: Europol, Mikromobile, Chipmangel, Captain Kirk

Unser werktäglicher News-Überblick fasst die wichtigsten Nachrichten des Tages kurz und knapp zusammen.

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  • Isabel Grünewald

Der EU-Datenschutzbeauftragte hat kritisiert, dass Europol zu viele Daten auch Unschuldiger zu lange speichere und auswerte. Nun soll Europol dies offiziell dürfen. Der Ausschuss für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres des EU-Parlaments will der Polizeibehörde künftig erlauben, Daten von Unternehmen wie Facebook und Google sowie von Drittstaaten im großen Stil entgegenzunehmen, zu speichern und auszuwerten. Generell sollen die Kompetenzen der europäischen Ermittler ausgeweitet werden, Big-Data-Analysen durchzuführen und dafür Algorithmen zu trainieren. Das Parlament muss die Ausschussposition im Plenum noch bestätigen, was als Formsache gilt. Danach können die Verhandlungen mit der Kommission und dem Ministerrat starten, der Europol noch weiter aufrüsten will.

10.000 km Strecke haben Mitarbeitende und Studierende der TU Bergakademie Freiberg mit speziell ausgerüsteten Fahrrädern abgefahren, um der Frage nachzugehen: Sind die Geh- und Fahrradwege bereit für die Zukunft der Lieferdienste, insbesondere für autonome Mikromobile? Die Wegbreiten und das Passantenaufkommen erfassten die Forschenden dabei mit prototypischen Applikationen an den Fahrrädern. So sollten wichtige Grundlagen für mögliche Regeln für den Einsatz von Robotern in Städten entwickelt werden, erläutert Prof. Sebastian Zug von der Professur für Softwaretechnologie und Robotik der TU Bergakademie Freiberg.

Kurz informiert – auch als Podcast

Die wichtigsten News des Tages komprimiert auf 2 Minuten liefert unser werktäglicher News-Podcast. Wer Sprachassistenten wie Amazon Alexa oder Google Assistant benutzt, kann die News auch dort hören bzw. sehen. Bei Alexa einfach den Skill aktivieren oder Google Assistant sagen: "Spiele heise Top".

Mangels Halbleitern muss Daimler fast fertig produzierte Neuwagen zwischenparken. Ein Gelände an der Messe im Südosten Hannovers füllt sich mit Transportern der Marke Mercedes. Die Fahrzeuge können – wie Modelle zahlreicher anderer Hersteller – nicht vollständig mit den nötigen Halbleiter-Bauteilen bestückt werden. Auch Anbieter wie Volkswagen, BMW oder die Lkw-Sparte von Daimler müssen wegen der Knappheit an Elektronik-Bauteilen teilweise ähnlich verfahren. Wie lange diese noch dauere, lasse sich nicht verlässlich sagen, hieß es bei Mercedes-Benz Vans: "Die Situation ist immer noch volatil."

Der zweite bemannte Flug einer Rakete von Blue Origin mit dem ehemaligen Kapitän des Raumschiffs Enterprise und drei weiteren Passagieren ist geglückt. William Shatner, bekannt als James T. Kirk aus der US-Fernsehserie Star Trek, flog in der ferngesteuerten Rakete ein paar Minuten lang jenseits der international anerkannten Grenze zum Weltraum. Shatner ist 90 Jahre alt und damit der älteste Mensch, der je ins All flog.

(igr)