Kurz informiert: Exchange-Server, Öffentlich-Rechtliche, Microsoft, Gebärmutter

Unser werktäglicher News-Überblick fasst die wichtigsten Nachrichten des Tages kurz und knapp zusammen.

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Von
  • Isabel Grünewald

Angreifer nutzen die Schwachstellen in Exchange-Servern aktuell, um Kryptomining-Schadsoftware zu installieren, warnt das Computer-Notfallteam des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik. In Deutschland sei die Schadsoftware DLTMiner "auf mindestens 600 Exchange-Servern" gefunden worden. Dabei handele es sich sowohl um immer noch verwundbare Installationen als auch gepatchte Server, die vor dem Softwareupdate befallen wurden. Das BSI mahnt daher dringend, das eventuell noch ungepatchte Systeme sofort aktualisiert werden sollten. Neben Cyberspionage werden die Lücken inzwischen auch ausgenutzt, um Ransomware zu installieren.

Die Bundesländer wollen bis Juni konkrete Reformschritte zu Auftrag und Struktur des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland erarbeitet haben. Darauf einigte man sich auf Fachebene in der Rundfunkkommission der Länder. Ein Kernpunkt bei dem Reformvorhaben ist die Flexibilisierung in Richtung Digitalisierung. Angebote der öffentlichen-rechtlichen Sender sollen vermehrt auch im Netz ausgespielt werden können. Geplant sei, das Konzept und einen Zeitplan dazu im Oktober den Ministerpräsidenten vorlegen zu können.

Kurz informiert – auch als Podcast

Die wichtigsten News des Tages komprimiert auf 2 Minuten liefert unser werktäglicher News-Podcast. Wer Sprachassistenten wie Amazon Alexa oder Google Assistant benutzt, kann die News auch dort hören bzw. sehen. Bei Alexa einfach den Skill aktivieren oder Google Assistant sagen: "Spiele heise Top".

Mecklenburg-Vorpommerns Datenschutzbeauftragter Heinz Müller will in Sachen von Produkten Microsofts und anderer US-amerikanischer Unternehmen in Behörden nicht länger auf eine Bund-Länder-Lösung warten. Zusammen mit dem Landesrechnungshof fordert er "unverzügliches Handeln". Da sich die großen Anbieter bei dem Problem des Abflusses personenbezogener Daten nicht zu bewegen scheinen, "bleibt letztlich nur der Rückgriff auf Open-Source-Produkte, um den Datenschutz und auch die digitale Souveränität der Landesregierung zu wahren".

Israelische Forscher haben eine künstliche Gebärmutter geschaffen, in der sich Mäuse-Embryos für einige Tage erfolgreich entwickelt haben. Damit wollen die Wissenschaftler erstmals gezeigt haben, dass Säugetiere auch außerhalb eines natürlichen Uterus wachsen können. Die Experimente sollen das Verständnis der Entwicklung von Säugetieren verbessern und zeigen, wie sich Mutationen, Nährstoffversorgung und Umwelteinflüsse auf einen Fötus auswirken. Ob die Entstehung menschlichen Lebens in einer künstlichen Gebärmutter möglich sein und angewendet wird, ist künftig nicht mehr eine Frage der Wissenschaft, sondern der Ethik, der Gesetze und der Gesellschaft.

(igr)