Kurz informiert: Gesichtserkennung, Reisebüro, Klimaschutz, Mars

Unser werktäglicher News-Überblick fasst die wichtigsten Nachrichten des Tages kurz und knapp zusammen.

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Von
  • Isabel Grünewald

Die EU-Kommission will manipulative KI-Systeme untersagen. Sie schlägt einen grundsätzlichen Bann "biometrischer Echtzeit-Fernidentifizierung im öffentlichen Raum" vor. Ein solcher bezöge sich etwa auf Videoüberwachung mit automatisierter Gesichtserkennung, wie ihn die Bundespolizei am Berliner Bahnhof Südkreuz getestet hat. Biometrische Echtzeit-Identifizierung könne ein Gefühl der "ständigen Überwachung" hervorrufen und Bürger etwa davon abbringen, ihr Recht auf Versammlungsfreiheit auszuüben. Trotzdem sieht die Behörde Ausnahmen für die Strafverfolgung vor, die "eng abgesteckt", begrenzt und strikt definiert seien.

Beratung und erweiterte Dienstleistungen werden in den Reisebüros von Tui demnächst kostenpflichtig. Geplant ist ein "Service-Entgelt", das Kunden etwa für die Zusammenstellung von detaillierten Angeboten, Leistungsvergleichen oder weiterführenden Informationen zu Zielen und Einreisebestimmungen zahlen müssen. Damit wolle man einerseits ein Signal dafür setzen, dass umfangreiche Beratung ihren Preis habe, heißt es aus dem Unternehmen. Zum anderen solle das Konzept solche Kunden locken, die weiterhin Wert auf eine persönlich betreute Vorbereitung und Absicherung ihrer Reise legen.

Kurz informiert – auch als Podcast

Die wichtigsten News des Tages komprimiert auf 2 Minuten liefert unser werktäglicher News-Podcast. Wer Sprachassistenten wie Amazon Alexa oder Google Assistant benutzt, kann die News auch dort hören bzw. sehen. Bei Alexa einfach den Skill aktivieren oder Google Assistant sagen: "Spiele heise Top".

Geldanlagen mit Umweltsiegel: Klare Kriterien sollen Bürgern und Investoren in der Europäischen Union aufzeigen, welche Finanzprodukte dem Klimaschutz nützen. Die EU-Kommission stellte dazu ein Paket vor, das Details der sogenannten Taxonomie regeln soll. Hinzu kommen Vorschläge für neue Berichts- und Informationspflichten, um Anlegern einen Überblick zu verschaffen. Von den Regeln versprechen sich die Befürworter Schub für die Finanzierung des Wandels hin zu einer klimafreundlichen Wirtschaft, für den in den kommenden Jahren hohe Milliardensummen gebraucht werden.

Der NASA-Rover Perseverance hat auf dem Mars zum ersten Mal Sauerstoff gewonnen und damit einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu bemannten Missionen zum Roten Planeten erreicht. Die Umwandlung gelang vor wenigen Tagen mit dem Experiment MOXIE, wie die NASA nun mitteilte. Nach einer Aufwärmphase generierte das Instrument demnach etwa 6 Gramm Sauerstoff pro Stunde und stellte damit unter Beweis, dass die Technik prinzipiell funktioniert. Mit der Technik wären Raumfahrende auf dem Roten Planeten nicht auf lokal begrenzte Vorkommen von Rohstoffen wie etwa Wassereis angewiesen, sie könnten überall den nötigen Sauerstoff erzeugen.

(igr)