Kurz informiert: Gesundheitsamt, Datenleck, Solaranlage, schwarzes Loch

Unser werktäglicher News-Überblick fasst die wichtigsten Nachrichten des Tages kurz und knapp zusammen.

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  • Isabel Grünewald

Bund und Länder wollen die Digitalisierung des öffentlichen Gesundheitsdiensts angesichts der Coronavirus-Pandemie vorantreiben, um dessen Arbeit effizienter zu gestalten. Ein entscheidendes Ziel soll es dabei sein, eine Interoperabilität über alle Ebenen hinweg sicherzustellen und die für das Melde- und Berichtswesen erforderlichen Schnittstellen und Systeme zu definieren und zu schaffen. Das Vorhaben ist Teil eines "Pakts für den öffentlichen Gesundheitsdienst". Für diesen stellt der Bund insgesamt vier Milliarden Euro bis 2026 zur Verfügung, etwa für mehr Personal, eine höhere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen.

Wegen einer Sicherheitslücke beim Software-Shop Blitzhandel24.de waren die persönlichen Daten zehntausender Personen öffentlich einsehbar. Darunter waren Namen, Anschriften, Mailadressen, Geburtsdaten sowie Bestellsummen. Der IT-Experte Cedric Fischer stieß auf die Daten und wandte sich mit der Bitte an c’t, den Software-Shop auf das Problem aufmerksam zu machen. Die Dateien wurden daraufhin stillschweigend vom Server des Shop-Betreibers entfernt. Die Kunden blieben jedoch bislang im Unklaren.

Kurz informiert – auch als Podcast

Die wichtigsten News des Tages komprimiert auf 2 Minuten liefert unser werktäglicher News-Podcast. Wer Sprachassistenten wie Amazon Alexa oder Google Assistant benutzt, kann die News auch dort hören bzw. sehen. Bei Alexa einfach den Skill aktivieren oder Google Assistant sagen: "Spiele heise Top".

Solarparks brauchen Platz, der in einem dicht besiedelten Land oft nur schwer zu finden ist. Baggerseen kommen da als Alternative ins Spiel. Auf einem Baggersee am Niederrhein wurde jetzt die bislang größte Solaranlage dieser Art in Nordrhein-Westfalen vorgestellt. Das schwimmende Kraftwerk besteht aus 90 kleinen Pontons, auf denen 2000 Solarmodule montiert sind. Es soll eine Spitzenleistung von 750 Kilowatt erreichen und fast den gesamten Energiebedarf des Sand- und Kiesproduzenten Hülskens decken. Eine ähnlich große Anlage ist seit dem vergangenen Jahr in Baden-Württemberg im Einsatz.

Schön früh nach dem Urknall gab es supermassereiche Schwarze Löcher. Wie die so schnell wachsen konnten, ist nicht geklärt. Nun gibt es eine Spur. Ein Team aus Astronominnen und Astronomen um Marco Mignoli vom Nationalen Institut für Astrophysik Italiens hat sechs Galaxien gefunden, die ein supermassereiches zentrales Schwarzes Loch umkreist haben, als das Universum weniger als eine Milliarde Jahre alt war. Sie sehen dort ein Netz aus kosmischen Gasen, das die Galaxien und das Schwarze Loch verbindet. Diese Gasströme dienen dem Schwarzen Loch im Zentrum als Nahrung. So konnte das Schwarze Loch in der vergleichsweise kurzen Zeit auf seine immense Masse anwachsen.

(igr)