Kurz informiert: Hartz IV, BaFin, Suchthilfe, Maschinenlernen

Unser werktäglicher News-Überblick fasst die wichtigsten Nachrichten des Tages kurz und knapp zusammen.

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Erstmals sollen nun auch Handykosten bei der Berechnung der Regelsätze des Arbeitslosengelds II berücksichtigt werden. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf einen Gesetzentwurf des Bundesarbeitsministeriums. Für alleinstehende Erwachsene soll der Regelsatz demnach um 7 auf monatlich 439 Euro steigen, für Kinder von 14 bis 17 Jahren um 39 auf 367 Euro. Im Zuge des Gesetzgebungsverfahrens sei wegen aktualisierter Daten noch eine Erhöhung zu erwarten.

Der Skandal um fehlende Milliarden beim Finanzdienstleister Wirecard bringt die Finanzaufsicht in Erklärungsnot und die Bundesregierung unter Handlungsdruck. Bundesfinanzminister Olaf Scholz will nun die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht stärken. Es sei Aufgabe des Gesetzgebers, die Schutzmechanismen zu überprüfen und zu verbessern, sagte der SPD-Politiker der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Die Bafin müsse mehr Durchgriffsrechte bei der Kontrolle von Bilanzen bekommen. Große Zahlungsdienstleister sollten generell der Finanzaufsicht unterliegen. Die Anstalt könnte zudem personell verstärkt werden.

Kurz informiert – auch als Podcast

Die wichtigsten News des Tages komprimiert auf 2 Minuten liefert unser werktäglicher News-Podcast. Wer Sprachassistenten wie Amazon Alexa oder Google Assistant benutzt, kann die News auch dort hören bzw. sehen. Bei Alexa einfach den Skill aktivieren oder Google Assistant sagen: "Spiele heise Top".

Forscher vom Mannheimer Zentralinstitut für Seelische Gesundheit wollen jungen Menschen per App den Ausstieg aus der Cannabissucht erleichtern. "Wir versuchen die guten Gefühle, die Cannabis erzeugt, anders auszulösen", erläuterte ZI-Abteilungsleiter Ulrich Reininghaus der dpa. Über die App werden die Studien-Teilnehmer sehr eng begleitet und zehn Mal am Tag nach ihrem Befinden und ihrem momentanen Konsum befragt. Zugleich nehmen sie vier Mal in sechs Wochen an Therapien teil, um zu lernen, ihre Gefühle zu steuern.

Menschenrechtsgruppen versuchen schon länger, Kriegsverbrechen zu dokumentieren, um sie vor Gerichten zu stoppen. Eine aktuelle Initiative der britischen Swansea University und mehrerer Menschenrechtsorganisationen will nun mit Hilfe von Maschinenlernen die mutmaßlichen Kriegsverbrechen im Jemen aufdecken. Im Jahr 2017 begann die Plattform Yemeni Archive mit der Zusammenstellung einer Datenbank von Videos und Fotos, die Fehlverhalten dokumentieren. Die Forscher entwickelten nun ein Maschinenlern-System auf Grundlage eines simulierten 3D-Modells der Streu-Munition BLU-63. Es soll alle Fälle des Einsatzes der in 108 Ländern verbotenen Explosiv-Waffen in der Datenbank erkennen.

(igr)