Kurz informiert: Homeoffice, Wingcopter, Pilzmyzel, Clubhouse

Unser werktäglicher News-Überblick fasst die wichtigsten Nachrichten des Tages kurz und knapp zusammen.

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  • Isabel Grünewald

Auch wenn die Politik Unternehmen zu mehr Homeoffice auffordert – der Staat als Arbeitgeber hat dabei selbst erhebliche Probleme. So ergab eine Umfrage der Welt am Sonntag bei 16 Bundesbehörden und 14 großen Städten, dass oftmals nicht einmal jeder zweite Büroarbeiter in Heimarbeit tätig ist. Gefragt wurde dabei von vornherein nach Tätigkeiten, die auch für Homeoffice geeignet sind. Hemmschuh sei in fast allen Fällen die IT-Ausstattung: Man habe sich zu spät um Beschaffung von Laptops und Serverkapazitäten gekümmert, nun gebe es Lieferengpässe, wie es etwa aus Berlin, Bremen und Kiel geheißen habe.

Das hessische Start-up-Unternehmen Wingcopter macht sich bereit, mit Drohnen Corona-Impfstoffe in entlegene Gegenden der Welt auszuliefern. "Bereits vor der Krise haben wir in einem erfolgreichen Pilotprojekt im südpazifischen Inselstaat Vanuatu 19 Dörfer beliefert", berichtet Wingcopter-Geschäftsführer Tom Plümmer in Weiterstadt bei Darmstadt. Aktuell unterhalte man im afrikanischen Malawi in Zusammenarbeit mit Unicef und der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit ein Liefernetzwerk für Medikamente und bilde gleichzeitig an einer Akademie lokale Drohnenexperten aus. Das Unternehmen hat nun gut 18 Millionen Euro Risikokapital eingesammelt, um in die industrielle Produktion ihrer Lieferdrohne einzusteigen.

Kurz informiert – auch als Podcast

Die wichtigsten News des Tages komprimiert auf 2 Minuten liefert unser werktäglicher News-Podcast. Wer Sprachassistenten wie Amazon Alexa oder Google Assistant benutzt, kann die News auch dort hören bzw. sehen. Bei Alexa einfach den Skill aktivieren oder Google Assistant sagen: "Spiele heise Top".

Als neuartiger Werkstoff werden nachwachsende Pilzgeflechte immer interessanter. Demnächst könnten sie auch dabei helfen, die Raumakustik zu verbessern und Geräusche zu dämpfen. Zwei Fraunhofer-Institute forschen an einem nachhaltigen Akustikabsorber, der aus Pilzmyzel besteht und mit einem 3D-Drucker hergestellt werden kann, berichtet Technology Review. Das neue Material wäre nicht nur ressourcenschonend, sondern verspricht durch eine spezifisch steuerbare Porenstruktur einen hohen Absorptionsgrad gegenüber auftreffenden Schallwellen. 3D-Drucktechnik ermöglicht treffgenaue Anpassungen bei der Entwicklung.

Die neue Social-Media-App Clubhouse soll künftig auch auf Smartphones mit dem Google-Betriebssystem Android laufen können. Das kündigten die beiden Firmengründer Paul Davison und Rohan Seth an. Bislang ist Clubhouse nur für das iPhone verfügbar. In der Audio-App können die Anwender Gesprächen wie bei einem Live-Podcast zuhören oder sich aktiv an Diskussionen beteiligen. Allerdings steht die Programmierung einer Android-Version noch ganz am Anfang.

(igr)