Kurz informiert: Hyperloop, Vulkanausbruch, AMD, Paypal

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Kurz informiert: Hyperloop, Vulkanausbruch, AMD, Paypal
Von
  • Sophia Zimmermann

An der Technischen Universität München haben die Vorarbeiten für den Bau einer ersten eigenen Teststrecke für das futuristische Hochgeschwindigkeitstransportsystem Hyperloop begonnen. Das berichtet der Bayerische Rundfunk und ergänzt, dass vor Ort nahe Ottobrunn auch schon Material für den Aufbau bereitliegt. Geplant sei eine 24 Meter lange und inklusive Fundament vier Meter hohe Betonröhre, in der ein Vakuum erzeugt werden kann. Ohne Luftwiderstand soll eine Kapsel dort durchgleiten, aber nicht mit Menschen an Bord. Dass auch ein Prototyp für diese Kapsel in Originalgröße vorgesehen ist, hatte die Universität schon 2020 angekündigt. Bis Jahresende soll die Teströhre jetzt fertig werden, erklärt der Projektleiter.

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Der Vulkanausbruch in Tonga Anfang des Jahres hat so viel Wasserdampf in die Stratosphäre katapultiert, wie Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen es nie zuvor beobachtet haben. Insgesamt 146 Millionen Tonnen Wasserdampf wurden laut einer Analyse in diese Schicht der Atmosphäre katapultiert, die sich in ungefähr 12 bis 50 Kilometern Höhe befindet. Das allein entspricht dem Forschungsteam zufolge etwa 10 Prozent des Wassers, das dort gebunden ist. Der Dampf könnte vorübergehend den Abbau der Ozonschicht verschlimmern – und ebenfalls vorübergehend einen wärmenden Effekt haben. Die Auswirkungen des Klimawandels dürften aber nicht spürbar verstärkt werden. Für einen abkühlenden Effekt wie bei anderen Vulkanausbrüchen seien dagegen nicht genug Aerosole in die Atmosphäre geschleudert worden.

AMD trotzte im zweiten Quartal 2022 dem schrumpfenden PC-Markt und wuchs an allen Fronten, was zu einem Rekordumsatz von 6,55 Milliarden US-Dollar führte. Nur die Abschreibungen im Wert von rund 1,5 Milliarden US-Dollar in Bezug auf die Xilinx-Übernahme trüben das Bild ein wenig, womit der Gewinn im Jahresvergleich um 37 Prozent auf 447 Millionen US-Dollar sank. In den bereinigten "Non-GAAP"-Zahlen nennt AMD einen Gewinn von 1,71 Milliarden US-Dollar. Intel kann derweil nur neidisch auf AMDs Wachstum schauen. Die Verkäufe rund um Core-i- und Xeon-Prozessoren brachen im zweiten Quartal ein, was zum ersten selbst verschuldeten Minus in diesem Jahrtausend führte.

Der Bezahldienst Paypal verdient deutlich weniger, doch ein neuer Großinvestor macht Anlegern Hoffnung. In den drei Monaten bis Ende Juni fiel der Betriebsgewinn gegenüber dem Vorjahreswert um 32 Prozent auf 764 Millionen Dollar (752 Millionen Euro), wie Paypal mitteilte. Das Nettoergebnis geriet sogar mit 341 Millionen Dollar ins Minus. Grund waren vor allem Sonderfaktoren wie höhere Steuern. Das Tagesgeschäft lief relativ rund. Paypal steigerte die Erlöse im Jahresvergleich um 9 Prozent auf 6,8 Milliarden Dollar. Die Aktie schoss nachbörslich dennoch zeitweise um rund 14 Prozent nach oben. An der Wall Street wurde der Einstieg eines einflussreichen Hedgefonds begrüßt. So gab Paypal bekannt, dass der für sein Pochen auf hohe Renditen und seine Einmischung ins Management bekannte Investor Elliott mit einer Beteiligung im Wert von rund 2 Milliarden Dollar zu den größten Anteilseignern zählt.

(ssi)