Kurz informiert: Infineon, Cookie-Banner, OMIGOD, Taikonauten

Unser werktäglicher News-Überblick fasst die wichtigsten Nachrichten des Tages kurz und knapp zusammen.

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  • Isabel Grünewald

Mitten in der weltweiten Chipkrise hat der Halbleiterkonzern Infineon am Freitag sein neuestes Werk im österreichischen Villach offiziell eröffnet. Die Fertigung hat in der 1,6 Milliarden Euro teuren Fabrik allerdings bereits im August begonnen. Das Werk konnte rund drei Monate schneller als geplant fertiggestellt werden. Die Beschleunigung hatte Infineon Anfang des Jahres als Reaktion auf den weltweiten Chipmangel und die hohe Nachfrage bekannt gegeben. In Villach stellt Infineon Leistungshalbleiter her. Die Fertigung ist voll automatisiert. Dennoch sollen rund 400 neue Arbeitsplätze entstehen.

Die Verbraucherzentralen in Deutschland haben knapp 100 Unternehmen abgemahnt, weil diese sich nach Ansicht der Verbraucherschützer rechtswidrig die Zustimmung zum Datensammeln beim Surfen im Web erschlichen haben. Bei einer Untersuchung von 949 Webseiten hätten zehn Prozent der Firmen mit ihren Cookie-Bannern eindeutig gegen die Vorgaben des Telemediengesetzes und der EU-Datenschutzgrundverordnung verstoßen. Neben den eindeutig rechtswidrigen Bannern habe es auch viele Einblendungen gegeben, die sich in einer rechtlichen Grauzone bewegten. Diese wirkten auf den ersten Blick zulässig, versuchten aber durch Tricks, die Entscheidung der Seitennutzer und Nutzerinnen zu lenken, erklärte der Verbraucherzentrale Bundesverband.

Kurz informiert – auch als Podcast

Die wichtigsten News des Tages komprimiert auf 2 Minuten liefert unser werktäglicher News-Podcast. Wer Sprachassistenten wie Amazon Alexa oder Google Assistant benutzt, kann die News auch dort hören bzw. sehen. Bei Alexa einfach den Skill aktivieren oder Google Assistant sagen: "Spiele heise Top".

Microsoft-Kunden, die Linux-VMs in der Azure Cloud des Unternehmens betreiben, sollten schnellstens aktiv werden und eine Reihe von gefährlichen Sicherheitslücken patchen. Entgegen aller Erwartungen wird Microsoft dies nämlich nicht selbst tun. In seinen aktuellen Hinweisen zu den OMIGOD-Lücken empfiehlt das Unternehmen seinen Kunden, entsprechende Updates selbst zu installieren, sobald sie zur Verfügung stehen.

Nach der bisher längsten bemannten Raumfahrtmission Chinas sind drei Astronauten wieder auf der Erde gelandet. Die Rückkehrkapsel des Raumschiffs "Shenzhou 12" wurde von einem großen Fallschirm abgebremst und setzte am Freitag in der Wüste Gobi im Norden Chinas auf. Die drei Taikonauten waren am 17. Juni von der Erde gestartet und blieben drei Monate im All. Einen Großteil seiner Reise verbrachte das Team in der im Bau befindlichen Raumstation "Tiangong", die bislang nur aus dem Modul "Tianhe" besteht und bis 2022 fertiggestellt sein soll.

(igr)