Kurz informiert: Intel, Staatstrojaner, digitale Briefe, Drohnenlieferung

Unser werktäglicher News-Überblick fasst die wichtigsten Nachrichten des Tages kurz und knapp zusammen.

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  • Isabel Grünewald

Der neue Intel-Chef Pat Gelsinger nimmt nach nur sechs Wochen im Amt wichtige strategische Änderungen beim Marktführer vor. Intel wird erstmals seine eigene Halbleiterfertigung für externe Auftraggeber öffnen. Dazu beitragen sollen zwei neue Chip-Fabriken in Arizona, die dort für 20 Milliarden US-Dollar gebaut werden. Gleichzeitig will Intel aber auch selbst vermehrt extern fertigen lassen. Dafür sollen Produktionskapazitäten sowohl in den USA als auch in Europa genutzt werden. Ab 2023 sollen Intels Kernprodukte sowohl im Desktop- als auch im Server-Bereich zumindest teilweise aus externer Fertigung kommen.

Experten sind besorgt, dass die Große Koalition mit ihrem Entwurf zur Novelle des Bundespolizeigesetzes deren Befugnisse völlig überdehnen will. Der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber etwa hält die geplante Reform an mehreren Punkten für verfassungsrechtlich bedenklich: Die Kompetenzen der Bundespolizei würden deutlich erweitert und an die des Bundeskriminalamts angeglichen. Künftig soll die Bundespolizei präventiv die Telekommunikation der Bürger überwachen dürfen. Das betreffe auch Fälle ohne konkreten Anfangsverdacht. Hier wäre die Schwelle angesichts der Tiefe eines solchen Grundrechtseingriffs viel zu niedrig angesetzt, moniert der Datenschutzbeauftragte.

Nach der digitalen Ankündigung von Briefen folgt nun der Blick ins Innere. GMX- und Web.de-Nutzer können sich per Mail eine "digitale Kopie" ihrer Briefe zustellen lassen. Der Dienst von den Mail-Anbietern und der Deutschen Post steht ab sofort kostenlos zur Verfügung – sowohl für die Verbraucher als auch Unternehmen, die den Service ihren Kunden anbieten möchten. Die Nutzer bekommen vor dem Erhalt des postalischen Briefs eine Mail mit einem Foto des Umschlags sowie einem angehängten PDF-Dokument mit dem Inhalt.

Samsung will seinen Kunden in Irland künftig einen Lieferdienst per Drohne anbieten, um so neuste Geräte der Galaxy-Serie kontaktlos auszuliefern. Dazu kooperiert Samsung mit dem Lieferdrohnen-Hersteller Manna. Mit einem Pilotprojekt in Oranmore soll es losgehen. Es ist das erste Projekt dieser Art für Samsung, berichtet der irische TV-Sender RTE. Ganz neu ist diese Art Lieferdienst in Oranmore jedoch nicht. Denn der Lebensmittelhändler Tesco bietet im Zusammenschluss mit anderen Händlern und Restaurants der Region bereits seit September 2020 die Auslieferung von Lebensmitteln, Büchern oder Medikamenten per Drohne an.

(igr)