Kurz informiert: Java-Verwendung, LG-Smartphones, Wasserstoff, Mars-Rover

Unser werktäglicher New-Überblick fasst die wichtigsten Nachrichten des Tages kurz und knapp zusammen.

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  • Anja Plesse

Der Online-Gigant Google hat eine milliardenschwere Klage des Softwarekonzerns Oracle wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen beim Smartphone-System Android vor dem Obersten US-Gerichtshof abgewehrt. Google hatte für Android ungefähr 11 000 Zeilen Software-Code der Programmiersprache Java verwendet. Der Supreme Court entschied am Montag in Washington, dass Google keine Rechtsverstöße begangen habe und überstimmte damit ein Urteil aus unterer Instanz. Juristen und Open-Source-Entwickler hatten das Votum mit Spannung erwartet, weil ein Sieg Oracles weitreichende Konsequenzen für Urheberrecht und Lizenzierung von APIs gehabt hätte.

Die Handysparte des koreanischen Technikunternehmens LG Electronics schreibt seit Jahren Verluste. Nun zieht LG die Reißleine und schließt den Geschäftszweig, sagte der Verwaltungsrat von LG am Montag. Sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene sei die Konkurrenz zu mächtig. Der südkoreanische Elektronikhersteller will sich stattdessen auf andere Geschäftsbereiche konzentrieren, etwa auf Fahrzeugelektronik, Smart Home, Robotik, künstliche Intelligenz und B2B-Plattformen.

Wasserstoff als Antrieb für Autos und Lastwagen auf deutschen Straßen wird nach Ansicht der "Wirtschaftsweisen" Veronika Grimm in den kommenden Jahrzehnten unentbehrlich sein. "Es ist utopisch zu glauben, dass die batteriegestützte Elektromobilität die alleinige Lösung sein wird", sagte die Nürnberger Volkswirtschaftsprofessorin, die auch Vorständin des Wasserstoffzentrums Bayern ist, der Nachrichtenagentur dpa. Besonders im Schwerlastverkehr könne die Wasserstofftechnik vergleichsweise früh effizient eingesetzt werden, meinte Grimm.

Der Helikopter Ingenuity hat die extremen Minustemperaturen in seiner ersten Nacht ohne die Heizung des Mars-Rovers Perseverance überstanden. Das teilte die US-Weltraumagentur NASA mit und erinnerte noch einmal daran, dass die Temperaturen am Standort der beiden Geräte auf bis zu -90 Grad Celsius abfallen können. Dadurch könnten elektrische Komponenten beschädigt werden, darunter auch die Akkus, die den kleinen Hubschrauber funktionsfähig halten. Dass Ingenuity trotzdem auf sich allein gestellt auf dem Mars durchgehalten habe, sei ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zum historischen Erstflug über den Mars, der für den 11. April angesetzt ist.

(ap)