Kurz informiert: KI, Corona-Tracing-App, Microsoft, Twitter

Unser werktäglicher News-Überblick fasst die wichtigsten Nachrichten des Tages kurz und knapp zusammen.

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Im Kampf gegen Kinderpornografie im Internet steht eine vom LKA Niedersachsen entwickelte Software zur automatisierten Bildersichtung nun bundesweit der Polizei zur Verfügung. Die Software sei lernfähig und könne Bilder mit potenziell kinder- und jugendpornografischem Inhalt in riesiger Menge in hohem Tempo auswerten, heißt es aus Hannover. Während ein Ermittler pro Sekunde ein Bild sichten und im Jahr eine Datenmenge von 4,75 Terabyte bearbeiten könne, bewältige die Software das in weniger als drei Tagen. Die seit Anfang des Jahres in Niedersachsen eingesetzte Software könne ab sofort von den Polizeibehörden aus Bund und Ländern genutzt werden, teilte das LKA Niedersachsen mit.

SAP und Telekom bemühen sich um Vertrauen für ihre Corona-Warn-App. Nach knapp einem Monat Entwicklungsarbeit sind bereits detaillierte Erläuterungen sowie der Server-Quellcode auf GitHub einsehbar. Auf den ersten Blick hat alles Hand und Fuß. Die Entwickler reagieren auf viele Sicherheitsbedenken und setzen auf hohe Transparenz. Eine Datenspende an Forschungseinrichtungen durch die App ist derzeit nicht vorgesehen. Wie genau die App funktioniert erklärt c’t.

Kurz informiert – auch als Podcast

Die wichtigsten News des Tages komprimiert auf 2 Minuten liefert unser werktäglicher News-Podcast. Wer Sprachassistenten wie Amazon Alexa oder Google Assistant benutzt, kann die News auch dort hören bzw. sehen. Bei Alexa einfach den Skill aktivieren oder Google Assistant sagen: "Spiele heise Top".

Über 250 Microsoft-Mitarbeiter haben den Firmenchef Satya Nadella dazu aufgefordert, dass Microsoft künftig die Zusammenarbeit mit US-Polizeibehörden, zuvorderst der in Seattle, einstellen solle. Ferner solle sich Microsoft hinter die Forderungen nach Entmilitarisierung und Budgetkürzung bei der Polizei stellen. Hintergrund sind die landesweiten Proteste, die in den USA aufgeflammt sind, nachdem der schwarze George Floyd bei einer gewaltsamen Festnahme zu Tode kam. Die Polizei greift bei den Protesten teilweise überaus hart durch. Hubschrauberflüge, Schussgeräusche sowie Einsätze von Tränengas, Gummigeschossen und Blendgranaten seien nahezu an der Tagesordnung. "Unsere Nachbarschaft hat sich in ein Kriegsgebiet verwandelt“, schreiben die Microsoft-Mitarbeiter.

Twitter testet eine neue Funktion, mit der Android-Nutzer zum Lesen eines Artikels animiert werden, bevor sie ihn mit einem Retweet an andere Anwender verteilen. "Wenn Sie einen Artikel retweeten, den Sie noch nicht auf Twitter geöffnet haben, fragen wir Sie vielleicht, ob Sie ihn zuerst öffnen möchten", heißt es in einem Tweet der Twitter-Kundenbetreuung. Ob und wann die Funktion flächendeckend und auch für iPhone-Nutzer eingeführt wird, teilte das Unternehmen nicht mit.

(igr)