Kurz informiert: Kaseya, Bot-Attacken, Babbel, Ebay

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Von
  • Isabel Grünewald

Während Dutzende Unternehmen mit den Folgen des perfiden Hacking-Angriffs auf Kaseya zu kämpfen hatten, war das FBI in Besitz des Generalschlüssels. Das berichtet die Washington Post unter Berufung auf mehrere ungenannte Quellen. Mit dem Einverständnis anderer US-Dienste sei der Schlüssel zurückgehalten worden, weil ein großer Schlag gegen REvil geplant gewesen sei. Die habe man nicht vorwarnen wollen, zitiert die Washington Post. Der große Gegenschlag sei aber nie erfolgt, weil die Cyberkriminellen plötzlich von der Bildfläche verschwanden, bevor der habe ausgeführt werden können. Daraufhin sei der Schlüssel dann an Kaseya übergeben worden – nach etwa drei Wochen. Wäre er nach dem Angriff direkt an die Opfer weitergegeben worden, hätten wohl die Kosten für die Behebung der Schäden in Millionenhöhe vermieden werden können.

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Kriminelle Hacker setzen nach einer neuen Datenanalyse bei Cyberangriffen immer häufiger auf automatisierte Massenattacken. Seltener werden dagegen gezielte Angriffe, bei denen Hacker noch persönlich am Computer sitzen, heißt es im neuen "Cybercrime Report" des britischen Unternehmens Lexisnexis. Demnach haben zwischen Januar und Juni automatisierte Angriffe mit Hilfe von Bot-Netzwerken weltweit um 41 Prozent auf geschätzte 1,2 Milliarden Einzelfälle zugenommen, etwa die Hälfte davon traf demnach Unternehmen im Bereich Finanzdienstleistungen. Das Land, in dem die meisten Bot-Attacken ihren Ursprung haben, sind laut Bericht nach wie vor die Vereinigten Staaten.

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Das Berliner Sprachlern-Unternehmen Babbel hat den für Freitag geplanten Börsengang abgesagt. Wie Babbee mitteilte, seien die "derzeit ungünstigen Marktbedingungen" ursächlich für die Entscheidung gewesen. Der Börsengang selbst sei jedoch nur aufgeschoben, nicht aber aufgehoben. Mittelfristig strebt Babbel weiterhin einen Börsengang an der Frankfurter Börse an. Einen konkreten Termin oder einen Zeitraum dafür nennt Babbel jedoch nicht.

Sobald Ebay-Kleinanzeigen-Nutzer eine Anzeige aufgeben oder Verkäufer kontaktieren wollen, wird Ebay sie innerhalb der nächsten Wochen auffordern, ihre Telefonnummer anzugeben. Anschließend erhalten sie über die angegebene Nummer einen sechsstelligen SMS-Code zur Verifikation. Ziel ist es, die Nutzerinnen und Nutzer vor Belästigung und Kriminellen zu schützen. Mittelfristig will Ebay-Kleinanzeigen alle Nutzerkonten auf SMS-Verifikation umstellen.

(igr)