Kurz informiert: Kfz-Steuer, Amazon, Big Sur, Twitter

Unser werktäglicher News-Überblick fasst die wichtigsten Nachrichten des Tages kurz und knapp zusammen.

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Der Bundesrechnungshof kritisiert die Pläne der Bundesregierung für eine Reform der Kfz-Steuer, die den Klimaschutz im Verkehr voranbringen soll. In einem Bericht an den Finanzausschuss des Bundestages heißt es, es sei „fraglich”, ob die geplante Neuregelung kurz- bis mittelfristig einen relevanten Beitrag zur Reduzierung der CO2-Emissionen leisten könne, weil sich für die rund 47,7 Millionen bereits zugelassenen Pkw nichts ändere. Eine "konsequent CO2-bezogene Kraftfahrzeugbesteuerung" müsse sämtliche Fahrzeugklassen einschließen, heißt es weiter. Der Entwurf lässt Nutzfahrzeuge außen vor.

Seit über vier Jahren fährt die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di eine Kampagne für einen Tarifvertrag mit Amazon. Bereits seit sieben Jahren organisiert Verdi wiederholt Streiks gegen den Online-Händler. Auch am Montag und Dienstag sollen sechs Standorte in Deutschland bestreikt werden. "Wir verschärfen die Gangart, denn Amazon zeigt bislang keine Einsicht und gefährdet die Gesundheit der Beschäftigten zu Gunsten des Konzernprofits", sagte Gewerkschafter Orhan Akman. Dutzende Kollegen seien mit dem Coronavirus infiziert. Der von Verdi ausgearbeitete Tarifvertragsvorschlag würde Gesundheit und Sicherheit der Beschäftigten schützen. Außerdem verlangt die Gewerkschaft, dass Amazon die regionalen Flächentarifverträge des Einzel- und Versandhandels anerkennt.

Kurz informiert – auch als Podcast

Die wichtigsten News des Tages komprimiert auf 2 Minuten liefert unser werktäglicher News-Podcast. Wer Sprachassistenten wie Amazon Alexa oder Google Assistant benutzt, kann die News auch dort hören bzw. sehen. Bei Alexa einfach den Skill aktivieren oder Google Assistant sagen: "Spiele heise Top".

Apple dichtet macOS mit Erscheinen der neuen Version 11 deutlich stärker ab als zuvor. Dazu wird die Systempartition künftig auch signiert. Sinn und Zweck der Übung ist es, dass das System durch Malware oder Angreifer nicht in seinen Grundfesten beeinträchtigt werden kann. Mit Catalina war es bereits äußerst schwer, etwa einen persistenten Kernel-Exploit einzubauen; mit Big Sur soll es dank der Signatur nun quasi unmöglich sein. Ob dem wirklich so ist, werden nähere Analysen zeigen.

Twitter hat Beiträge als potenzielle Falschinformation gekennzeichnet, die gar keine waren. Dabei ging es um die Markierung von Tweets zum Zusammenhang zwischen dem Coronavirus und 5G. Seit Anfang Juni steht unter zahlreichen Tweets der Hinweis: "Nein, 5G ist nicht der Grund für das Coronavirus". Nun haben sich Nutzer offenbar beschwert, dass ihre Beiträge diesen Zusatz bekamen und damit zu potenziellen Falschinformationen deklariert wurden, obwohl es sich nicht um solche handelte. Twitter entschuldigte sich für die Missverständnisse und arbeite nun an der Verbesserung der Hinweise.

(igr)