Kurz informiert: Luca-App, Datenkontrolle, Facebook, ESA

Unser werktäglicher News-Überblick fasst die wichtigsten Nachrichten des Tages kurz und knapp zusammen.

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Kurz informiert: Luca-App, Datenkontrolle, Facebook, ESA
Von
  • Isabel Grünewald

Der Rapper Smudo hat die Luca-App zur Eindämmung der Corona-Pandemie gegen Vorwürfe von Netzpolitikern der Grünen und der FDP verteidigt. Für deren Aufruf, die App zu deinstallieren, habe er kein Verständnis, sagte der Künstler. Smudo hat die Entwicklung der App mit vorangetrieben, um seiner Band und anderen Künstlern in der Corona-Pandemie wieder Auftritte zu ermöglichen. Zuletzt hatte allerdings die Polizei in Mainz gemeinsam mit dem Gesundheitsamt bei der Suche nach Zeugen eines tödlichen Sturzes in einer Gaststätte auf Daten aus der Luca-App zurückgegriffen. Dieses Vorgehen war von den Luca-Machern selbst kritisiert worden. Nach dem Infektionsschutzgesetz dürften aus dem System keine Daten zum Zwecke der Zeugensuche oder Strafverfolgung abgerufen werden, erklärte die Betreibergesellschaft Culture4life.

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China plant den Bau eines sogenannten "Freihandelshafens für Daten" in der südchinesischen Provinz Guangdong nördlich von Hongkong. Dafür will die chinesische Regierung umgerechnet etwa 4,4 Milliarden Euro bereitstellen. Ziel sei es, grenzüberschreitenden Handel, Offshore-Finanzierungen und die KI-Industrie zu unterstützen. Das Projekt dürfte nach Fertigstellung ein wichtiger Baustein im Datenaustausch zwischen China und der Außenwelt sein. Derzeit sind viele Rechenzentren multinational agierender Unternehmen in Hongkong angesiedelt, in denen Daten des chinesischen Festlands gesammelt und verwaltet werden.

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Die Wettbewerbsklage der US-Handelsbehörde FTC gegen Facebook ist im zweiten Anlauf von einem Bundesbezirksgericht in Washington, D.C., angenommen worden. Bei der nachgebesserten Klage sah das Gericht den Vorwurf unfairen Wettbewerbs nun viel besser begründet. Die Behörde wirft Facebook unter anderem eine Monopolstellung im Markt für Online-Netzwerke vor und fordert die Aufspaltung des Datenkonzerns. Ein Sprecher des Facebook-Konzerns Meta sagte dem Wall Street Journal, man sei überzeugt, dass die Tatsachen die Vorwürfe widerlegen würden. Das Verfahren könnte Jahre dauern.

Die ESA will wissen, wie angreifbar einer ihrer Satelliten im Orbit ist und bittet um Vorschläge, wie der gehackt werden könnte. Nach einem ersten Probelauf mit einer exakten Kopie des Satelliten sollen drei Finalistinnen und Finalisten ausgewählt werden, die sich Anfang April an dem echten Satelliten im Orbit probieren können. Die Weltraumagentur bittet bis Mitte Februar um Bewerbungen.

(igr)