Kurz informiert: Missbrauch, Abus-Alarmanlagen, E-Roller, Autobahn

Unser werktäglicher News-Überblick fasst die wichtigsten Nachrichten des Tages kurz und knapp zusammen.

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  • Isabel Grünewald

Facebook, Google und andere Online-Plattformen dürfen die privaten Nachrichten ihrer Nutzer in der Europäischen Union künftig wieder nach Fotos und Videos missbrauchter Kinder scannen. Unterhändler der EU-Staaten und des Europaparlaments einigten sich auf eine entsprechende Übergangsregelung. Konkret geht es um solche Bilder und Videos, die beispielsweise durch vorherige Ermittlungen bereits bekannt und mit einer Art digitalem Fingerabdruck versehen worden sind. Die neue Regelung, die noch formell von beiden Seiten bestätigt werden muss, soll für drei Jahre gelten oder bis es eine dauerhafte Lösung gibt.

Erneut wurde eine gefährliche Sicherheitslücke in der vernetzten Secvest-Alarmanlage von Abus entdeckt. Über eine bestimmte URL liefert die Alarmzentrale ohne Authentifizierung ihre Gerätekonfiguration aus – einschließlich der zur Konfiguration nötigen Admin-PIN. Auch hinterlegte Telefonnummern, Nutzernamen, Ereignisse und Informationen über die eingesetzten Komponenten sind Teil der ausgelieferten Datei. Wer will, kann damit das System deaktivieren, umkonfigurieren oder einen Alarm auslösen, bestätigt c’t. Wer eine betroffene Anlage betreibt, sollte daher sicherstellen, dass darauf die aktuelle Firmware 3.01.21 installiert ist. Abus rät dazu, die Konfiguration vor der Aktualisierung zu sichern, da es möglich ist, dass die Alarmanlage beim Update auf Werkseinstellungen zurückfällt.

Kurz informiert – auch als Podcast

Die wichtigsten News des Tages komprimiert auf 2 Minuten liefert unser werktäglicher News-Podcast. Wer Sprachassistenten wie Amazon Alexa oder Google Assistant benutzt, kann die News auch dort hören bzw. sehen. Bei Alexa einfach den Skill aktivieren oder Google Assistant sagen: "Spiele heise Top".

Verleiher von Elektro-Stehrollern müssen in Bremen einen Fonds einrichten, um mobilitätseingeschränkte Personen zu unterstützen, die wegen verkehrswidrig abgestellten Rollern verunglückt sind. Das geht laut einem Bericht des Weser-Kuriers aus einer neuen Sondernutzungserlaubnis des Bremer Ordnungsamtes für Verleiher hervor. Hintergrund ist der Unfall eines blinden Bremers, der im Sommer 2020 über einen umgekippten E-Stehroller stürzte und sich dabei schwer verletzte. Er klagte vor dem Verwaltungsgericht Bremen gegen die Erteilung der Sondernutzungserlaubnis.

Umwelt- und Klimafragen gehörten auch während der Corona-Pandemie für viele Menschen in Deutschland zu den wichtigsten Themen. Das geht aus einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage im Auftrag des Bundesumweltministeriums und des Umweltbundesamts hervor. Bundesumweltministerin Svenja Schulze sagte: "Besonders interessant wird die Studie da, wo es konkret wird, etwa beim Tempolimit." 64 Prozent der Befragten sind demnach für eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 130 km/h auf Autobahnen.

(igr)