Kurz informiert: Permafrost, Werbeanrufe, Fortnite, Exomond

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Kurz informiert: Permafrost, Werbeanrufe, Fortnite, Exomond
Von
  • Isabel Grünewald

Häuser fallen, Pipelines bersten, Straßen sacken ab – Alltag im hohen Norden. 30 bis 50 Prozent der heutigen Infrastruktur in den Landschaften rund um den Arktischen Ozean könnten bis 2050 zerstört sein. Das hat eine Arbeitsgruppe der Universität Oulu in Finnland berechnet. Rund 69 Prozent aller Wohngebäude, Verkehrswege und Industrieanlagen in den Permafrostregionen liegen dort, wo der Boden bald ganzjährig kaum noch einfrieren wird. Der weiche Matschboden destabilisiert eine Infrastruktur, die einst auf hartes Eis gebaut wurde. Darüber hinaus speichern die oberen Schichten des nördlichen Permafrostbodens wahrscheinlich rund 1,7 Gigatonnen Kohlenstoff. Wie schnell und in welchem Umfang Kohlenstoff in Form von CO₂ und Methan in die Atmosphäre gelangt, ist allerdings noch weitgehend offen.

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Werbeanrufe haben in Deutschland noch nie so viel Ärger verursacht wie im vergangenen Jahr. Wegen unerlaubter Telefonwerbung gingen bei der Bundesnetzagentur fast 80.000 Beschwerden ein und damit 26 Prozent mehr als im Vorjahr. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr Firmen zu Bußgeldern in Höhe von 1,435 Millionen Euro verdonnert. Künftig können die Werbefirmen noch stärker als bisher zur Kasse gebeten werden, da sich der Bußgeldrahmen im Dezember 2021 im Falle unterdrückter Rufnummern von zuvor maximal 10.000 Euro auf nun 300.000 Euro erhöht hat.

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Anderthalb Jahre nach dem Rausschmiss steht "Fortnite" vor seiner Rückkehr auf iOS-Geräte – zumindest indirekt. Der Battle-Royale-Shooter wird ab der kommenden Woche in der Beta des Cloud-Gaming-Diensts GeForce Now spielbar sein, teilte Betreiber Nvidia mit. Damit wird "Fortnite" erstmals seit dem provozierten Rauswurf im Sommer 2020 auf iPhones und iPads spielbar sein. Wie beim Cloud-Gaming üblich muss man allerdings je nach Internetverbindung mit Latenz und Bildartefakten rechnen.

Eine Forschungsgruppe hat bei dem 5500 Lichtjahre von uns entfernten Exoplaneten Kepler-1708b Hinweise auf einen Exomond gefunden. Es ist erst der zweite solche Kandidat überhaupt. Entdeckt hat das Team um David Kipping von der Columbia University die verräterischen Signale bei der Durchforstung von 70 besonders viel versprechenden Exoplaneten. Lediglich bei einem wurden sie fündig. Der vermeintliche Exomond ist zweieinhalb mal so groß wie die Erde und umkreist den Gasplaneten, der selbst etwa 1,6 Mal so groß ist wie der Jupiter.

(igr)