Kurz informiert: Quantencomputer, Cybercrime, WhatsApp, Osiris-Rex

Unser werktäglicher News-Überblick fasst die wichtigsten Nachrichten des Tages kurz und knapp zusammen.

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  • Isabel Grünewald

Im internationalen Wettlauf um die Technik der Zukunft hat die Bundesregierung insgesamt zwei Milliarden Euro für die Entwicklung von Quantencomputern freigegeben. 1,1 Milliarden Euro vergibt das Bundesforschungsministerium, 878 Millionen Euro stammen aus dem Etat des Bundeswirtschaftsministeriums. Ziel sei es, innerhalb der nächsten fünf Jahre in Deutschland einen konkurrenzfähigen Quantencomputer zu bauen und ein dazugehöriges Ökosystem mit potenziellen Anwendern zu schaffen, sagte Bundesforschungsministerin Anja Karliczek am Dienstag in Berlin. Mit dem Konzept der Quantencomputer reagiert die Forschung und Industrie auf die Tatsache, dass die bislang übliche Entwicklung von Hochleistungscomputern an ihre physikalischen Grenzen stößt.

Die Corona-Pandemie hat nicht nur die Digitalisierung beschleunigt, sondern auch weitere Tatgelegenheiten für Internetgangster eröffnet. Dies geht aus dem Bundeslagebild Cybercrime 2020 des Bundeskriminalamts hervor. Die Krise zeigt den "opportunistischen Charakter" von Cyber-Kriminellen: "Vermehrt sind Angriffe auf Unternehmen und öffentliche Einrichtungen festzustellen, die für die Bekämpfung der Corona-Pandemie relevant sind", schreibt das BKA. Im Fokus stehe insbesondere die gesamte Impfstoff-Lieferkette.

Erneut verschiebt WhatsApp offenbar den Start der neuen Nutzungsbedingungen. Statt Anfang des Jahres sollten sie wegen einiger Verwirrung ab dem 15. Mai gelten. Ohne Zustimmung, so hieß es, könnten zwar noch Nachrichten empfangen werden, jedoch nicht mehr beantwortet. Auch das scheint nun aufgehoben zu sein. Unterdessen hat der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar eine Anordnung erlassen, die es Facebook verbietet, personenbezogene Daten von WhatsApp zu verarbeiten. Auch Brasilien hat WhatsApp aufgefordert, mit der Einführung der neuen Nutzungsbedingungen zu warten. Die dortige Datenschutzbehörde hat gemeinsam mit anderen Behörden eine Reihe Unzulänglichkeiten bei dem Dienst festgestellt.

Mit einer Probe vom Asteroiden Bennu im Gepäck hat sich die NASA-Sonde Osiris-Rex auf den Weg zurück zur Erde gemacht. Die Sonde habe am Montag die Umlaufbahn von Bennu verlassen, teilte die US-Raumfahrtbehörde mit. Im Oktober hatte Osiris-Rex dem Asteroiden bei einem mehrstündigen komplizierten Manöver eine Probe entnommen – als erster US-Flugkörper der Raumfahrtgeschichte. Diese Probe soll nun im September 2023 die Erde erreichen.

(igr)