Kurz informiert: Recht auf Reparatur, Zoom, TKG-Novelle, Plastikmüll

Unser werktäglicher News-Überblick fasst die wichtigsten Nachrichten des Tages kurz und knapp zusammen.

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  • Isabel Grünewald

Mit einer Reihe von Maßnahmen will der Binnenmarktausschuss des EU-Parlaments den Verbraucherschutz sowie die Nachhaltigkeit und die Sicherheit von Produkten gestärkt wissen. In einer Resolution für einen umweltverträglichen Binnenmarkt für Unternehmen und Konsumenten appellieren die Abgeordneten an die EU-Kommission, zeitnah ein "Recht auf Reparatur" einzuführen. Instandsetzungen sollen attraktiver, kosteneffizienter und der Standard werden. Der Ausschuss will auch der geplanten Obsoleszenz entgegenwirken. So sollen Praktiken, die die Lebensdauer eines Produkts absichtlich verkürzen, eingeschränkt werden.

Zoom-Nutzer weltweit können nach langer Ankündigungsphase nun Videokonferenzen mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung führen. Zunächst ist sie für den Desktop-Client Version 5.4.0 für macOS und PC sowie die Android-App und Zoom Rooms verfügbar. Die Verschlüsselung muss allerdings jeweils aktiviert werden und ist nicht mit allen anderen Funktionen kombinierbar. So lassen sich etwa Gespräche nicht mehr aufzeichnen, weil sie dafür in der Cloud landen. Auch zahlreiche Telefonanlagen sind schlicht mit der Technik nicht kompatibel.

Kurz informiert – auch als Podcast

Die wichtigsten News des Tages komprimiert auf 2 Minuten liefert unser werktäglicher News-Podcast. Wer Sprachassistenten wie Amazon Alexa oder Google Assistant benutzt, kann die News auch dort hören bzw. sehen. Bei Alexa einfach den Skill aktivieren oder Google Assistant sagen: "Spiele heise Top".

Eigentlich sollte die Reform des Telekommunikationsgesetzes bis Ende des Jahres durch sein, doch können sich die Ministerien in Sachen Verbraucherschutz nicht einigen. Seit Anfang August hängt der von den Bundesministerien für Wirtschaft und Infrastruktur ausgearbeitete Referentenentwurf im Kabinett fest: Bundesjustizministerin Christine Lambrecht besteht darauf, die Laufzeit für Telekommunikationsverträge auf ein Jahr zu beschränken. Laut dem bisher bekannten Entwurf sollen Anbieter zwar verpflichtet werden, auch Einjahresverträge anzubieten, aber die Tür für die bisher üblichen zwei Jahre bliebe offen.

Für die Plastikverschmutzung des Mittelmeers ist laut einer Studie vor allem die falsche Müllentsorgung in wenigen Staaten verantwortlich. Derzeit fließen nach einer neuen Berechnung der Weltnaturschutzunion jährlich geschätzt 230.000 Tonnen Plastik ins Mittelmeer, allein aus den 33 Staaten an seinen Küsten und entlang wichtiger Zuflüsse wie Nil, Po und Rhone. Das entspricht umgerechnet pro Tag dem Inhalt von mehr als 500 Frachtcontainern. Mittlerweile könnten sich mehr als eine Million Tonnen Plastik im Mittelmeer angesammelt haben, schätzen die Autoren.

(igr)