Kurz informiert: SolarWinds, Unfallverhütung, Cybercrime, Digitalunterricht

Unser werktäglicher News-Überblick fasst die wichtigsten Nachrichten des Tages kurz und knapp zusammen.

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  • Isabel Grünewald

Mehrere US-Geheimdienste und -Sicherheitsbehörden gehen davon aus, dass wahrscheinlich Russland hinter der Cyber-Attacke mittels SolarWinds-Software steckt. Das teilten die Bundespolizei FBI, der Geheimdienst NSA, die Cybersicherheitsbehörde CISA und das Direktorat der Nachrichtendienste ODNI in einem gemeinsamen Statement mit. Sie bezeichnen den Angriff nun auch als andauernd und gehen davon aus, dass es sich um einen Versuch handelt, an geheime Informationen zu gelangen. Die Dienste schließen sich damit Justizminister William Barr und Außenminister Mike Pompeo an, die bereits Ende Dezember Moskau beschuldigt hatten. Nur der abgewählte US-Präsident Donald Trump hatte auf China verwiesen und das Ausmaß des Angriffs heruntergespielt.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer will mehr Schutz für Radfahrer und Fußgänger im Straßenverkehr. Scheuer sagte auf Anfrage der dpa: "Wir arbeiten nicht nur an einem neuen Verkehrssicherheitsprogramm, sondern wir investieren massiv in die Forschung zu automatisiertem und vernetztem Fahren." Technischer Fortschritt bei Infrastruktur und Fahrzeugen bedeute aktive Unfallverhütung. Fahrzeuge sollten untereinander oder mit der sie umgebenden Infrastruktur kommunizieren können, um etwa Unfallsituationen frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden.

Kurz informiert – auch als Podcast

Die wichtigsten News des Tages komprimiert auf 2 Minuten liefert unser werktäglicher News-Podcast. Wer Sprachassistenten wie Amazon Alexa oder Google Assistant benutzt, kann die News auch dort hören bzw. sehen. Bei Alexa einfach den Skill aktivieren oder Google Assistant sagen: "Spiele heise Top".

Die Fälle von Cyberkriminalität haben in Nordrhein-Westfalen deutlich zugenommen. In den ersten zehn Monaten 2020 stiegen sie einem Medienbericht zufolge um 27 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das Problem sei viel größer als angenommen, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul dem Nachrichtenportal nw.de des Medienhauses Neue Westfälische. Reul zeigte sich tief besorgt, dass diese Bedrohung vor allem von kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie von der öffentlichen Hand nicht ernst genug genommen werde.

Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien – kurz Bitkom – fordert ein Recht auf digitale Bildung in Deutschland. Wie Bitkom-Präsident Achim Berg mitteilte, seien viele Menschen mit der derzeitigen Bildungspolitik in Pandemie-Zeiten unzufrieden. Zwar habe jeder dafür Verständnis gehabt, dass zu Beginn der Corona-Krise "auf Sicht" gefahren werden musste, es fehle aber nun nach fast einem Jahr immer noch an "einer Vision, Strategie und zukunftsgerichtetem, entschlossenem Handeln". Deshalb setze sich der Bitkom für einen Rechtsanspruch auf digitalen Unterricht ein.

(igr)