Kurz informiert: Taxonomie, Impfausweis, PC-Verkäufe, Luca-App

Unser werktäglicher News-Überblick fasst die wichtigsten Nachrichten des Tages kurz und knapp zusammen.

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Kurz informiert: Taxonomie, Impfausweis, PC-Verkäufe, Luca-App
Von
  • Isabel Grünewald

Deutsche Wissenschaftler, die die EU-Kommission zur nun vorgelegten Taxonomie-Verordnung beraten haben, zeigen sich schockiert. Professor Andreas Hoepner, Experte für nachhaltige Finanzen, bezeichnet als eines von 57 Mitgliedern der "Plattform für nachhaltige Finanzen" den Vorschlag der EU-Kommission als "wohl größten Greenwash aller Zeiten". Sebastian Rink von der Frankfurt School of Finance, hält die Vorlage für eine Verwässerung, durch die die gesamte Taxonomie unglaubwürdig werde. Die EU-Kommission hatte am Silvesterabend ihren Vorschlag für eine Verordnung vorgelegt, der Atomkraft und Erdgas als "nachhaltig" einstuft.

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Nach offiziellen Angaben laufen in Deutschland momentan 3000 bis 4000 Ermittlungen wegen Fälschungen von Impfnachweisen. Die Dunkelziffer sei aber deutlich höher, erklärte Martin Braun, Präsident der Landesapothekenkammer Baden-Württemberg. Er schätzt, dass hierzulande zwischen 12 und 15 Prozent der gelben Impfpässe und der darauf aufbauenden digitalen Covid-Zertifikate gefälscht sind. Die verfolgten Fälle seien "nur die absolute Spitze des Eisbergs", betonte Braun. Konkret gehe es wohl um hunderttausende Fälle.

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Der Bedarf an PCs in der Corona-Pandemie ist immer noch nicht erschöpft. 2021 stiegen die Verkäufe nach Berechnungen von Marktforschern auf den höchsten Stand in rund einem Jahrzehnt. Dabei wurde der Markt weiter von der Knappheit an Chips und anderen Bauteilen gebremst. Drei große IT-Marktforscher, die ihre Schätzungen in der Nacht zum Donnerstag vorlegten, kamen weitgehend zu den gleichen Trends. Einig waren sich die Marktforscher bei der Verteilung der Spitzenpositionen in der Rangliste großer PC-Anbieter. So sehen sie den chinesischen Konzern Lenovo klar auf Platz eins und gehen davon aus, dass von ihm im vergangenen Jahr rund jeder vierte weltweit verkaufte PC kam.

Die Zukunft der Luca-App zur Nachverfolgung von Kontakten in der Corona-Pandemie ist in fast allen Bundesländern mit einer Luca-Lizenz noch offen. Während in Schleswig-Holstein schon entschieden ist, den Vertrag mit dem privaten Betreiber zu kündigen, prüfen zwölf Länder dies erst, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Drei Länder haben keinen Vertrag: Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Thüringen, einzelne Gesundheitsämter nutzen die App dort aber auch.

(igr)