Kurz informiert: UEFA-Leak, Mindeststeuer, PrintNightmare, Videochats

Unser werktäglicher News-Überblick fasst die wichtigsten Nachrichten des Tages kurz und knapp zusammen.

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  • Isabel Grünewald
Inhaltsverzeichnis

Wer sich auf der UEFA-Website ein Ticket kauft oder ein offizielles Gastpaket bestellt, muss sich registrieren. Unabhängig von der gewählten Login-Methode speichert die UEFA mindestens die E-Mail-Adresse in einem Profil. Bei der Recherche zu einem anderen Artikel entdeckten c’t-Redakteure eher zufällig eine Subdomain der UEFA, die Vornamen und E-Mail-Adressen im JSON-Format ausspuckte. Weitere Recherchen ergaben, dass angelegte Profile ausgerechnet dann in der Liste auftauchten, wenn der Nutzer sie im UEFA-Profil unter dem Menüpunkt "Datenschutz" löschte. Das Datenleck tropfte bis c’t den Fußballverband darauf aufmerksam machte. Das API wurde dann innerhalb von 24 Stunden abgeschaltet. Die UEFA prüfe derzeit noch, ob sie die betroffenen Fans über den Vorfall informiert. Juristisch notwendig sei dies nach ihrer Einschätzung jedoch nicht. Ob sie damit richtig liegt, ist offen: Grundsätzlich greift die DSGVO, weil Kunden in der EU bedient werden, auch wenn die UEFA in der Schweiz residiert.

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Rund 130 Länder haben sich auf eine globale Mindeststeuer für international tätige Unternehmen geeinigt. Die an dem Abkommen teilnehmenden Staaten machten rund 90 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung aus, erklärte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Bundesfinanzminister Olaf Scholz sieht die Einigung als einen "kolossalen Fortschritt" auf dem Weg zu mehr Steuergerechtigkeit. Er sprach von einer "tatsächlichen, wirklich massiven Veränderung, die wir für die nächsten Jahre und Jahrzehnte erleben werden." Der Steuerwettlauf nach unten sei vorbei, sagte er in Washington.

Kurz informiert – auch als Podcast

Die wichtigsten News des Tages komprimiert auf 2 Minuten liefert unser werktäglicher News-Podcast. Wer Sprachassistenten wie Amazon Alexa oder Google Assistant benutzt, kann die News auch dort hören bzw. sehen. Bei Alexa einfach den Skill aktivieren oder Google Assistant sagen: "Spiele heise Top".

Microsoft hat neue Informationen zur Sicherheitslücke namens PrintNightmare veröffentlicht. Unter anderem warnt der Softwarekonzern davor, dass Angreifer die Lücke bereits aktiv ausnutzen. In welchem Umfang das stattfindet, ist derzeit noch unbekannt. Da es noch kein Sicherheitsupdate gibt, müssen Admins jetzt handeln und Systeme temporär über eine Übergangslösung schützen. Die Schritt für Schritt-Anleitung dafür finden Sie auf heise.de.

Nach dem Ende der Corona-Pandemie würde die Mehrheit der Deutschen gerne wieder auf Videokonferenzen und -chats verzichten. Das geht aus einer YouGov-Umfrage im Auftrag von Web.de und GMX hervor. Weniger als ein Drittel der Befragten will demnach weiter regelmäßig Videotelefonie-Dienste nutzen. Auch Fort- und Weiterbildungen will die überwältigende Mehrheit lieber wieder in der analogen Welt besuchen.

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(igr)