Kurz informiert: Verbraucherschutz, E-Rezept, Kreislaufwirtschaft, Sentinel-6

Unser werktäglicher News-Überblick fasst die wichtigsten Nachrichten des Tages kurz und knapp zusammen.

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  • Isabel Grünewald

Die Verbraucherzentralen fordern als eines der ersten Vorhaben der nächsten Bundesregierung einen stärkeren Klimaschutz zu fairen Preisen für die Bürger. Der Vorsitzende des Bundesverbands, Klaus Müller, verlangte beim Deutschen Verbrauchertag in Berlin eine Garantie: Mehreinnahmen durch einen höheren CO2-Preis müssten zu 100 Prozent an die Verbraucher zurückgegeben werden. Möglich sei dies etwa durch eine steuerliche Senkung des Strompreises und die Einführung von Klimaschecks. Müller betonte, Verbraucherschutz gehöre ganz oben auf die Agenda der kommenden Regierung, um das Alltagsleben der Menschen bezahlbarer, einfacher, sicherer und nachhaltiger zu machen.

Um das richtige Arzneimittel zu bekommen, reicht Patientinnen und Patienten zukünftig in der Apotheke ein digitaler Code. In einigen Arztpraxen und Apotheken der Testregion Berlin-Brandenburg können sie ab Anfang Juli statt des alten rosa Papierrezepts auch ein elektronisches Rezept auf dem Smartphone vorzeigen. Geplanter Start für das E-Rezept in ganz Deutschland ist der 1. Januar 2022. Ganz verschwinden wird das Rezept auf Papier im kommenden Jahr aber noch nicht. Der ausgedruckte Code kann in der Apotheke genauso eingelesen werden wie der digitale. Wer kein Smartphone hat, wird also nicht ausgeschlossen.

Kurz informiert – auch als Podcast

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Die Potenziale der Kreislaufwirtschaft für Deutschland sind groß. Bis 2030 sei damit eine zusätzliche Bruttowertschöpfung von 12 Milliarden Euro pro Jahr in den Recyclingindustrien sowie vor- und nachgelagerten Branchen erreichbar, schreiben der Bundesverband der Deutschen Industrie und die Unternehmensberatung Deloitte in einer neuen Studie. Dazu komme ein Plus von 177.000 Arbeitsplätzen. Weniger Rohstoffimporte bedeuteten in der Regel zudem weniger CO₂-Emissionen, die etwa durch den Abbau und den Transport der Rohstoffe entstehen. Eine Kreislaufwirtschaft könne so die Treibhausgasemissionen merklich senken.

Der Erdbeobachtungssatellit "Sentinel-6 Michael Freilich" stellt ab sofort die bislang genauesten Messdaten zur Höhe des Meeresspiegels der Öffentlichkeit zur Verfügung. Das teilten die verantwortlichen Weltraumagenturen NASA und ESA mit und sprechen von Daten mit bisher unerreichter Genauigkeit. Dem Schritt sind mehr als sechs Monate von Kalibrierungen vorausgegangen. Sentinel-6 ist Teil des überaus erfolgreichen Copernicus-Programms der ESA und setzt die seit mehr als 30 Jahren durchgeführten Messungen des Meeresspiegels aus dem Weltraum fort.

(igr)