LG Wing: Das Display dreht sich

Ein Smartphone mit ungewöhnlichem Konzept: Beim LG Wing liegen zwei Displays übereinander, das obere lässt sich um 90 Grad drehen.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 36 Beiträge
Von
  • Robin Brand

Ein Smartphone mit faltbarem Display hat LG nicht im Angebot, stattdessen versucht es das Unternehmen jetzt mit einem ganz neuen Konzept: einem Display, das sich drehen lässt. Auf den ersten Blick sieht das LG Wing aus wie ein handelsübliches Smartphone. Doch der Hauptscreen ist beweglich. Er lässt sich um 90 Grad drehen und gibt dann ein darunter liegendes Zweitdisplay frei, das sich separat bedienen lässt. Die so entstehende T-Form soll vor allem Multitasking erleichtern. Das Smartphone mit dem eigenwilligen Konzept wird schon im November in den Handel kommen, Kostenpunkt: 1100 Euro.

Mit gedrehtem Bildschirm gibt das LG Wing einen gewöhnungsbedürftigen Anblick ab.

(Bild: LG)

Beim Hauptdisplay handelt es sich um ein 6,8 Zoll großes OLED-Panel im 20,5:9-Format; dieses lässt um 90 Grad schwenken und gibt dann ein darunter liegendes 3,9 Zoll großes Zweitdisplay frei. In einigen angepassten Apps wie YouTube dient das zweite Display als Erweiterung der Anwendung. So lässt sich im zweiten Display die Lautstärke und Helligkeit anpassen, im Video vor- und zurückspringen, während dieses im Vollformat im Hauptdisplay wiedergegeben wird.

Alternativ können in den Displays verschiedene Anwendungen bedient werden – etwa eine Messenger-App im unteren Schirm und eine Streaming-App im Vollbild oben. Wie viel Praxisnutzen das Konzept wirklich hat, wird ein Test zeigen müssen. Obwohl man dem Smartphone seine ungewöhnliche Konstruktion im geschlossenen Zustand kaum ansieht, macht sie sich dennoch bemerkbar: Mit 262 Gramm wiegt es deutlich mehr als Smartphones herkömmlicher Bauart und trägt mit rund 1,1 Zentimetern auch dicker auf als diese.

Die restliche Ausstattung entspricht der Mittelklasse. Die Pop-up-Frontkamera (32 MP, f/1,9) verschwindet bei Nichtbenutzung im Gehäuse und fährt für Selfies daraus hervor. Auf der Rückseite stehen drei Kameras zur Verfügung. Die weitwinklige Hauptkamera (f/1,8) arbeitet mit einem 64-Megapixel-Sensor. Standardmäßig werden per Pixelbinning mehrere Pixel zusammengefügt, um die Lichtausbeute zu erhöhen.

Die Rückseite erinnert an das Schwestermodell LG Velvet.

(Bild: LG)

Für ultraweitwinklige Aufnahmen steht eine 13-Megapixel-Kamera (f/1,9) mit einem Bildwinkel von 117 Grad bereit. Von der dritten und letzten Kamera spricht LG als "Gimbal Motion Kamera", die Videos besonders effektiv stabilisiert aufnehmen soll. Inwiefern sie sich technisch von herkömmlichen optisch, stabilisierten Kameras unterscheidet, verriet LG nicht.

Wie das Schwestermodell LG Velvet wird das Wing vom Snapdragon 765G mit integriertem 5G-Modem angetrieben. Im Unterschied zu diesem soll das Wing in allen deutschen Netzen im 5G-Netz funken können. Außerdem ist es mit 8 GByte / 128 GByte Speicher ausgestattet. Per MicroSD-Karte lässt sich der Flashspeicher um bis zu 2 TByte erweitern. Der 4000-mAh-Akku lässt sich kabellos mit bis zu 12 Watt laden. Anders als das LG Velvet ist das Wing nicht nach IP-Standard gegen Wasser und Staub geschützt.

(rbr)