Längere Lebensdauer: Microsoft tauscht Cloud-Hardware künftig seltener aus

Ab sofort will Microsoft die Serverhardware für den Betrieb der Azure-Cloud-Dienste erst nach sechs Jahren austauschen – und damit vor allem viel Geld sparen.

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Schild

(Bild: Daniel AJ Sokolov)

Von
  • Jonas Volkert

Microsoft hat angekündigt, die Hardware für den Betrieb der eigenen Cloud-Dienste länger in Betrieb lassen zu wollen. Statt wie bislang nach vier Jahren will man die Server und Co. künftig erst nach sechs Jahren austauschen. Das hat vor allem wirtschaftliche Gründe.

Die Verlängerung der Abschreibungsdauer beginnt ab sofort mit dem kürzlich gestarteten Fiskaljahr 2023, wie Microsofts Chief Financial Officer Amy Hood in einem Earnings Conference Call mit Investoren ankündigte. Das Transkript des Investorengesprächs hat das Unternehmen selbst veröffentlicht.

Die Umstellung habe vor allem finanzielle Gründe, wirke sich direkt auf weitere Serverhardware-Ankäufe und damit bereits auf die Bilanzen ab dem 30. Juni 2022 aus. Mit der verlängerten Abschreibungsdauer auf sechs Jahre erwarte Microsoft im Fiskaljahr 2023 Einsparungen in Höhe von insgesamt 3,7 Milliarden US-Dollar, davon bereits im ersten Quartal 1,1 Milliarden US-Dollar.

Möglich sei die Fristverlängerung unter anderem durch "Investitionen in unsere Software, die den Betrieb unserer Server- und Netzwerkausrüstung effizienter machen", so Hood weiter. In Kombination mit dem technischen Fortschritt könne man Serverhardware nun länger nutzen als bislang möglich.

Auch die anderen beiden Hyperscaler AWS und Alphabet/Google hatten zuletzt angekündigt, die Serverhardware künftig länger nutzen zu wollen: Bei Alphabets Google Cloud soll die Nutzungsdauer von drei auf vier Jahre steigen, bei AWS von vier auf fünf Jahre, wie The Register berichtete.

Wie und ob sich die Umstellung auf die Preise für die Cloud-Kundschaft auswirkt ist nicht bekannt. Eine kürzlich erschienene Studie des Uptime-Instituts widmet sich den Kosten für den Cloud-Betrieb aus Unternehmenssicht.

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(jvo)