Lego stellt Mindstorms ein

Mit Mindstorms ist nach rund 24 Jahren Schluss. Für Schulen soll aber das Spike-Prime-Angebot erhalten bleiben.

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(Bild: Lego)

Der dänische Klemmbausteinhersteller Lego wird die Mindstorms-Produktserie, um etwa programmierbare Roboter zu entwickeln, Ende 2022 einstellen. Das gab Lego in einer Mitteilung am Mittwoch bekannt. Als Grund nennt Lego, sich auf andere "Ressourcen und Zukunftspläne" fokussieren zu wollen. Das Mindstorms-Entwickler-Team soll in anderen Bereichen des Unternehmens eingesetzt werden.

Die letzten Lego Mindstorms sind das Mindstorms Robot Inventor Set (51515) sowie der Lego Technic Großer Hub (88016) und der Lego Technic Mittelgroßer Winkelmotor (88018). Diese sollen Ende 2022 aus dem Programm genommen werden, heißt es in einer Erklärung von Lego.

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Die Robot Inventor App, die zur Programmierung des zentralen Programmier-Bausteins (zuletzt Robot Inventor Hub No. 13) dient und für Windows, macOS, Android und iOS zur Verfügung steht, will Lego noch "bis mindestens Ende 2024" unterstützen. Besitzer von Mindstorms können danach ihre Kreationen nur noch eingeschränkt programmieren – oder solange die Apps noch auf neuen Betriebssystemen laufen.

Aus dem Bildungsbereich will sich Lego aber nicht zurückziehen: Man glaube an das eigene "Build & Code"-Angebot. Das auf Schulklassen der Jahrgangsstufen 1 bis 4 bzw. 5 bis 8 zugeschnittene Spike-Prime-Angebot soll weiterlaufen, verspricht Lego. Für private Anwender sind die Lego Education Spike-Prime-Sets eigentlich nicht erhältlich. Sie werden lediglich an Bildungseinrichtungen abgegeben. Hier und da sind sie auf dem freien Markt dennoch zu bekommen.

Die Marke Mindstorms will Lego aber nicht aufgeben. Zusammen mit Lego Education prüfe das Unternehmen nun das zukünftige Vorgehen. Weitere Angaben dazu machte Lego nicht.

Lego Mindstorms wurde 1998 vorgestellt und fand seitdem eine Reihe begeisterter Fans. Auch in MINT- und Robotikwettbewerben dienten sie Schülern zur Vorbereitung. Die Produktpflege der Mindstorms-Serie fiel jedoch bis heute nicht besonders üppig aus. So wurden etwa in bisher 24 Jahren Lego Mindstorms lediglich vier Programmierbausteine jeweils im Abstand von sieben und acht Jahren auf den Markt gebracht.

(olb)