Lenovo verkauft ThinkPad und ThinkStation mit vorinstalliertem Ubuntu-Linux

Lenovo will über 20 Geräteserien künftig mit Canonicals Ubuntu LTS anbieten.

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(Bild: Lenovo)

Von
  • Florian Müssig

Seit geraumer Zeit testet Lenovo den Verkauf von Notebooks mit vorinstalliertem Linux, nun macht der weltgrößte PC-Hersteller Nägel mit Köpfen: Künftig wird man über 20 Gerätebaureihen mit vorinstallierten Ubuntu LTS von Canonical kaufen können.

Die vorgesehenen Serien umfassen ThinkStation (stationäre Workstation) und ThinkPad (Notebooks). Konkret stehen die ThinkStation-Serien P340, P340Tiny, P520, P520x, P620, P720 und P920 auf der Liste, bei den ThinkPads sind es L14, L15, P1 Gen 3, P14s, P15, P15s, P15v, P17, T14 (Intel und AMD), T14s (Intel und AMD), T15, T15p, X1 Carbon Gen 8, X1 Extreme Gen3, X1 Yoga Gen 5, X13 (Intel und AMD) und X13 Yoga.

Die ThinkPad-L-Notebooks bekommen Ubuntu LTS 18.04, alle anderen hingegen das neuere Ubuntu LTS 20.04. Die Geräteserien an sich sind nicht neu, sondern wurden bislang bereits mit vorinstalliertem Windows 10 verkauft. Lenovo will noch in diesem Monat mit dem weltweiten Vertrieb der Ubuntu-Geräte beginnen, gibt aber an, dass es bis in Jahr 2021 hinein dauern wird, bis alle Geräte in allen Regionen damit verfügbar sind.

ThinkPad-Notebook sind als Business-Notebooks traditionell bei Linux-Nutzern und -Entwicklern beliebt. In den letzten Jahren hat sich das Bild allerdings gewandelt: Konkurrent Dell verkauft sein Flaggschiff-Notebook XPS 13 als sogenannte Developer Edition bereits seit etlichen Jahren mit vorinstalliertem Linux und konnte damit viele Linux-Freunde für sich gewinnen. Hierzulande ist zudem der kleine Anbieter Tuxedo zu nennen, der individuell bestückbare Notebook-Barebones von Clevo, Tongfang und anderen ODMs mit seiner hauseigenen Linux-Distribution vertreibt.

Bei besonders günstigen Notebooks unterhalb der 400-Euro-Marke, die mit vorinstalliertem Linux angebotenen werden, soll diese Betriebssystemangabe hingegen lediglich verschleiern, dass keine Windows-Lizenz dabei ist. Hardware-Anpassungen und Treiberpflege sucht man dort in der Regel vergeblich; mitunter gibt es noch nicht einmal eine grafische Bedienoberfläche. (mue)