LibreOffice 7.2: Neue Version soll für mehr Kompatibilität mit MS Office sorgen

Die Document Foundation bringt mit LibreOffice 7.2 ein neues Community-Paket heraus, das besser mit den proprietären Dateiformaten von Microsoft umgehen soll.

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(Bild: PhotoSGH/Shutterstock.com)

Update
Von
  • Marie-Claire Koch

Die "Open Document Foundation" hat am Donnerstag das Paket der neuen LibreOffice-Version zum Download zur Verfügung gestellt. Zu den Neuerungen gehört, dass sich "Writer" und "Calc" nun besser mit DOCX- und XLSX-Dateien vertragen sollen. Darüber hinaus soll LibreOffice jetzt große Dateien, Bilder oder Präsentationen schneller verarbeiten können. [UPDATE: 23.08.2021] Eine weitere Neuerung ist, dass LibreOffice jetzt auf Apples neuer Silicon-Hardware läuft.

Zu den neuen Features gehört, dass in der Funktion "Hilfe" die Suche nach Menü-Befehlen mit einer Pop-up-Suchliste möglich ist. Ebenfalls neu ist eine scrollbare Stilauswahl in der "Notebookbar", einer neuen Anzeigeform mit Befehlssymbolen für die schnellere Verwendung innerhalb der Multifunktionsleiste. Ein "Fontwork-Panel" in der Seitenleiste, mit dem Schriftzüge bearbeitet werden können und eine neue Listenansicht für den Vorlagen-Dialog, gibt es mit der neuen Version ebenfalls. Mit der in LibreOffice 7.0 eingeführten Grafikbibliothek "Skia" sollen Zeichnungen zudem schneller ausgeführt werden.

In dem Textverarbeitungsprogramm von LibreOffice kann der Hintergrund samt Rändern jetzt mit Farbe gefüllt werden und Seitenformate können jetzt Bundsteg-Ränder haben. Bei Serienbriefen wird jetzt eine Warnung angezeigt, wenn eine eingebundene Datenquelle nicht existiert.

In dem Tabellenkalkulations-Tool "Calc" kann bei "AutoFilter" jetzt nach Farben gefiltert werden und bei den Cursor-Optionen ist neuerdings ein "Fettes Kreuz" verfügbar. HTML-Tabellen werden nun im Dialog "Externe Daten" aufgelistet.

Für das Präsentations-Tool "Impress" und das vektorbasierten Zeichenprogramm "Draw" gibt es nun die neuen Formatvorlagen "Candy", "Growing Liberty" und "Freshes".

Neue Formatvorlagen bringt LibreOffice 7.2 auch mit.

(Bild: LibreOffice Impress)

70 Prozent der Quellcode-Beiträge stammen von 51 Entwicklern, die in den drei Softwareunternehmen arbeiten, die im Beirat der Open Document Foundation vertretenen sind — Collabora, Red Hat und allotropia. Die anderen 30 Prozent der Beiträge stammen von 120 Freiwilligen.

LibreOffice 7.2 kann für Windows, Mac OS, und Linux heruntergeladen werden. Für Linux auch in den Paketformaten DEB und RPM.

(mack)