Librem 14: Coreboot-Notebook bekommt größeres Display und Sechskern-Prozessor

Purisms kleinstes Linux-Notebook wechselt von einem 13,3-Zoll-Display zu einem 14-Zoll-Panel, ohne das Metallgehäuse zu vergrößern.

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(Bild: Purism)

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Purism hat das Linux-Notebook Librem 14 als Nachfolger des Librem 13 vorgestellt. Der US-Hersteller kommt mit der Neuvorstellung dem Trend schmaler Display-Ränder nach: Das Librem 14 ist in etwa so groß und schwer wie das bisherige Librem 13, nutzt aber ein 14 statt 13,3 Zoll großes IPS-Display mit Full-HD-Auflösung (1920 × 1080 Pixel).

Im Inneren des Librem 14 werkelt Intels Sechskern-Prozessor Core i7-10710U aus der Comet-Lake-U-Familie mit 14-Nanometer-Technik und einem maximalen Turbo von 4,7 GHz. Gegenüber dem zuletzt eingesetzten Core i5-7500U mit zwei CPU-Kernen und maximal 3,5 GHz stellt der Prozessor einen riesigen Leistungssprung dar. Hinzu kommen maximal 32 GByte DDR4-2133-RAM und zwei M.2-SSDs, wahlweise mit PCI-Express-3.0-x4- oder SATA-6G-Anbindung.

Als Alleinstellungsmerkmal verwendet die Einsteigerkonfiguration des Librem 14 Coreboot samt SeaBIOS anstelle einer klassischen Hersteller-BIOS-Version. Gegen Aufpreis kommt das Notebook mit Purisms Coreboot-Erweiterung PureBoot daher: Intels Management Engine (IME) ist deaktiviert, zudem müssen sich Nutzer mit einem USB-Sicherheitsschlüssel ausweisen.

Der USB-Typ-C-Anschluss überträgt außer Daten auch ein DisplayPort-1.2-Bildsignal und unterstützt USB Power Delivery zum Aufladen. Zusätzliche Peripherie lässt sich über eine Audioklinke und zwei Typ-A-Ports anschließen. Purism nennt bei allen drei USB-Anschlüssen "USB 3.1", was für schnelles USB 3.2 Gen 2 mit 10 GBit/s (früher USB 3.1) stehen dürfte. Einen weiteren Monitor können Nutzer über HDMI 2.0 verbinden. Zudem feiert Gigabit-Ethernet mit einem RJ45-Anschluss seine Rückkehr. Ein Micro-SD-Kartenleser rundet das Notebook ab. Drahtlos funkt das Librem 14 weiterhin nur im 802.11n-Netz, da die entsprechenden Atheros-Treiber zum Linux-Kernel gehören. Die Hardware steckt in einem Aluminiumgehäuse, insgesamt wiegt das Notebook rund 1,4 kg.

Purism verkauft die Basiskonfiguration mit 8 GByte DDR4-RAM, 250 GByte großer SATA-6G-SSD und dem Linux-Betriebssystem PureOS für 1200 US-Dollar. Für 1350 US-Dollar gibt es 16 GByte RAM und PureBoot. Für größere SSDs steigt der Aufpreis überproportional: Selbst zusätzliche 250 GByte kosten 110 US-Dollar – ohne Upgrade auf PCIe. Die Auslieferung beginnt im vierten Quartal 2020. Purism verschickt die Notebooks weltweit, allerdings müssen Käufer die Einfuhrumsatzsteuer beim Zoll tragen.

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(mma)