Linux-Distribution: Manjaro 21.3 aktualisiert Desktops

Mit dem Release 21.3 von Manjaro Linux betreiben die Entwickler vor allem Desktop-Politur. Sowohl Gnome, wie auch KDE Plasma und XFCE sind auf neuerem Stand.

Lesezeit: 3 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 70 Beiträge
Aufmacher Manjaro Linux 21.3 Desktop-Politur

Manjaro Linux 21.3 mit XFCE-Desktop

(Bild: Screenshot)

Von
  • Dirk Knop

Die Entwickler von Manjaro Linux haben Version 21.3 freigegeben. Im Wesentlichen bringen sie mit der neuen Fassung die Desktop-Oberflächen auf neueren Stand. Der Calamares-Installer ist jetzt auf einem "finalen Stand". Manjaro ist ein besonders einsteigerfreundliches Linux, das auf Arch Linux basiert. Davon erbt es auch das Rolling Release, hält also alle Komponenten stets auf dem neuesten Stand.

Die Installation mit Calamares 3.2 erhält verbesserten Support für verschlüsselte LUKS-Partitionen. Das Benutzer-Modul darin enthält jetzt Listen von verbotenen Benutzer- und Hostnamen, deren Verwendung Probleme bei der Installation bereiten könnten.

In der Gnome-Ausgabe kommt die aktuelle Fassung Gnome 42 mit. Eine Einstellung für ein globales, dunkles User-Interface-Style soll Anwendungen anweisen, eine dunkle anstatt einer hellen Benutzeroberfläche verwenden. Auch die GTK4- und libadwaita-Unterstützung sei fortgeschritten, sodass die meisten Apps in Gnome 42 sie nutzen und dadurch eine bessere Performance, eine moderne Benutzeroberfläche und neue Bedienelemente bieten würden.

Bei der Plasma-Edition setzen die Manjaro-Entwickler auf die nicht ganz taufrische Version 5.24.5 – die neue Fassung dafür wäre KDE Plasma 5.25, das jedoch noch nicht einmal eine Woche alt ist und es deshalb wohl nicht ins Release geschafft hat. Die Manjaro-Macher sehen die Stärke von Plasma in der Individualisierung. Daher haben sie den Prozess klar und einfach gestaltet, damit Nutzer ihre Umgebung genau an ihre Wünsche anpassen können.

Desktop-Panels etwa lassen sich einfacher herumschieben und an jede Ecke anheften, die man nutzen möchte; außerdem lassen sie sich im Editiermodus von überall aus auf ihre Werkzeugleiste ziehen. Der "Overview"-Effekt vereinfacht die Nutzung mehrerer Desktops, ganz ähnlich wie in Gnome. Dadurch erhalten Nutzer eine Ansicht auf die unterschiedlichen Arbeitsflächen und können mit den anderen Fenstern und Anwendungen interagieren, die im Hintergrund geöffnet sind. Die "Starter"-Anwendung KRunner kommt mit einer Hilfe-Funktion, bei der nach Klick auf das Fragezeichen in der Toolbar eine Liste der verfügbaren Plug-ins erscheint, die deren Nutzung erläutert.

Die Manjaro-Version mit dem schlanken XFCE-Desktop nutzt nun Version 4.16. Der Window-Manager habe eine Menge Updates und Verbesserungen erhalten, insbesondere in den Bereichen Compositing und GLX. Jetzt unterstützt der Display-Dialog auch Bruchwerte für die Skalierungseinstellung. Die Einstellungsverwaltung verfügt über eine verbesserte Suche und bessere Filtermöglichkeiten. Der Dateimanager Thunar habe eine Tonne Fehlerbehebungen sowie einige erwähnenswerte Funktionen erhalten, etwa eine Pause-Option für Kopier- oder Verschieben-Aktionen. Zudem erhielt er Unterstützung für warteschlangenbasierte Datei-Transfers, das Merken von Ansichtseinstellungen auf Verzeichnisebene sowie Support von Transparenzeffekten in Gtk-Themes.

Das Manjaro-Projekt setzt auf den Kernel mit Langzeit-Unterstützung 5.15 LTS. Damit unterstützt die Distribution auch aktuelle Hardware. Wer Support für ältere Komponenten benötigt, kann jedoch auch die Kernel 5.10 LTS sowie 5.4 LTS aus den Repositories installieren.

Im Forum der Projekt-Webseite haben die Manjaro-Entwickler die Releasenotes veröffentlicht. Aktualisierte Installationspakete finden sich auf der Manjaro-Download-Seite. Für die drei offiziell unterstützten Window-Manager stehen jeweils eigene ISO-Dateien bereit.

Aktuelle Linux/Unix-Versionen

Der aktuelle Stand der wichtigsten Unix- und Linux-Distributionen:

Lesen Sie auch

(dmk)