Linux-Handy PinePhone: Neue Variante mit KDE Plasma Mobile angekündigt

Ab Dezember ist das Linux-Handy PinePhone als "KDE Community Edition" mit Plasma Mobile Bedienoberfläche und neuer Hardware-Ausstattung vorbestellbar.

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KDE Plasma Mobile reiht sich ein in die Sammlung von mobilen Linux-Systemen für das PinePhone.

(Bild: kde.org)

Von
  • Niklas Dierking

Der Hersteller PineMicrosystems präsentiert eine weitere Variante des PinePhone. Ausgeliefert wird das Linux-Smartphone mit Plasma Mobile, der Mobilversion des KDE Plasma Desktop. Das PinePhone in der "KDE Community Edition" richtet sich in erster Linie an Entwickler und Community-Mitglieder.

Laut einem Beitrag im Pine64-Blog ist das "PinePhone KDE Community Edition" ab dem 1. Dezember vorbestellbar. Das Gerät liegt in zwei unterschiedlichen Hardware-Ausführungen vor: Das Basismodell verfügt über 2 GB RAM und ein 16 GB eMMC-Modul als Hauptspeicher für 149 USD. Das "Convergence Package" enthält das Gerät mit 3 GB RAM und 32 GB eMMC-Modul als Hauptspeicher, sowie ein USB-C-Dock für den Konvergenz-Modus und kostet 199 USD.

Wer bereits ein älteres PinePhone besitzt, kann das Mainboard der Community-Edition erwerben und selbst aufrüsten. Käufer der "Braveheart"- oder "Ubports"-Edition erhalten ein günstigeres Angebot.

Zur Zielgruppe des PinePhone "KDE Community-Edition" gehören Unerschrockene und Entwickler. Nutzbar sind grundlegende Funktionen eines Smartphones wie Telefonieren, SMS, Webbrowser und die Kamera. Pine64 empfiehlt das Gerät jedoch nicht für den produktiven Einsatz.

Enthusiasten oder Nutzer, die viel Wert auf Privatsphäre legen, interessieren sich möglicherweise dennoch für das PinePhone. Unter der Batterieabdeckung findet man Schalter zum Deaktivieren von Kamera, Mikrofon, WLAN und mobilen Daten. Pine64 verfolgt mit den Community-Editionen das Ziel den Entwicklungsteams Feedback zuzuspielen und den jeweiligen Projekten Smartphone-Hardware anzubieten, die Mainline-Linux ausführen kann.

Plasma-Mobile entstammt der Linux-Desktopumgebung des KDE-Projektes. Mit dem Plasma-Desktop teilt die mobile Bedienoberfläche die grundlegenden Bibliotheken und Technologien. Wer den Plasma-Desktop nutzt, wird also auf dem Pinephone "KDE Community Edition" bereits vertraute Applikationen wie den Dokumentenbetrachter Okular oder den VVave Musik-Player vorfinden.

Verbindet man das Pinephone über ein USB-C-Dock mit Monitor (oder TV), Maus und Tastatur, schaltet das Telefon in den Konvergenz-Modus um. Die Bedienoberfläche wechselt dann vom Portait- in den Landscape-Modus und steht bereit für den Betrieb als mobile Workstation. Laut der Ankündigung des neuen PinePhone auf der KDE-Website ermöglichen die modernen UI-Frameworks Kirigami und Maui große Fortschritte in der Entwicklung plattformunabhängiger Software. Apps wie Uhren, Kalender und Spiele passen sich so flexibel an die jeweiligen Darstellungsverhältnisse an.

Die "KDE Community Edition" des PinePhone folgt auf die anderen bereits veröffentlichten PinePhone-Editionen. Zuvor war das Gerät mit den Community-Editionen Ubports (Community Fork von Ubuntu Touch), Manjaro und Postmarket OS erhältlich. Für jedes verkaufte PinePhone in den Community-Varianten spendet der Hersteller 10 US-Dollar an die jeweiligen Entwicklungsteams.

Mehr über das "PinePhone KDE Community Edition" erfährt man im Blog von Pine64 und auf der Website des KDE-Projektes. Wer den Entwicklungsfortschritt von Plasma Mobile verfolgen möchte, wird in dem Blog des Entwicklungsteams fündig.

(ndi)