Linux-Kernel 5.19.12 könnte Displays von Laptops mit Intel-GPU beschädigen

Einige Nutzer berichten von blinkenden Displays auf Intel-Laptops nach dem Update auf Kernel 5.19.12. Der verursachende Code könnte den Bildschirm beschädigen.

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Pinguin, gerade aus dem Wasser auf einen Felsen gehüpft, streckt seine Flügel aus

Der Pinguin ist Vorbild für das Kernel-Logo Tux.

(Bild: Daniel AJ Sokolov)

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Der Linux-Kernel 5.19.12 enthält einige Änderungen, der auf Laptops mit Intel-Prozessoren mit integrierter GPU den Bildschirm beschädigen könnte. Der jüngst veröffentlichte Kernel 5.19.13 wurde diesbezüglich korrigiert und enthält den verursachenden Code nicht mehr.

Zunächst schien es sich lediglich um ein Problem zu handeln, das auf einigen Geräten nur noch zu blinkenden Bildschirmen geführt hat. Die Ursachensuche führte im weiteren Verlauf zum i915-Code für in die Intel-CPUs integrierte Grafiklösungen. Kernel-Entwickler Ville Syrjälä kam dabei zum Schluss: "Nach der Ansicht einiger Logs kommen wir am Ende zu möglicherweise falschen Panel-Power-Sequenz-Verzögerungen, die das LCD-Panel beschädigen könnten."

Gegenüber Kernel-Entwickler Greg Kroah-Hartman äußerte Syrjälä weiter: "Greg, ich empfehle die umgehende Rückabwicklung von diesem Zeug und ein neues stabiles Release, so schnell wie möglich. Plus einer Empfehlung, dass niemand mit Laptops mit Intel-GPUs 5.19.12 laufen lässt."

Kernel-Entwickler Thorsten Leemhuis hatte sechs Commits ausfindig gemacht, die offenbar fehlten; weitere Tests bestätigten das. Greg Kroah-Hartman zog jedoch eine andere Lösung vor: "Danke für die Tests, aber ich werde einfach die schädlichen Commits rückgängig machen, da sie alle vermutlich gar nicht zu 5.19.y hinzugefügt werden sollten."

Wer Linux auf Laptops mit im Intel-Prozessor integrierter Grafiklösung nutzt, sollte also um den Kernel 5.19.12 einen weiten Bogen machen und gegebenenfalls rasch auf den jetzt veröffentlichten Kernel 5.19.13 aktualisieren. Sonst könnte das Display beschädigt werden. Auch der kürzlich veröffentlichte Kernel 6.0.0 soll den Fehler nicht enthalten und kann als Update-Pfad genutzt werden.

(dmk)