Lockdown belastet MediaSaturn-Mutter Ceconomy weiterhin

Vor allem die zeitweisen Marktschließungen in Deutschland belasten das Geschäft des Elektronikkonzerns. Spuren hinterlässt der Wegfall der Kurzarbeit.

Lesezeit: 2 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 21 Beiträge
Saturn Schriftzug Fassade

(Bild: Metro)

Von
  • Andreas Knobloch

Der lange Lockdown insbesondere auf dem deutschen Heimatmarkt macht dem Elektronikkonzern Ceconomy weiter zu schaffen. Vor allem die Ketten MediaMarkt und Saturn zogen das Unternehmen in die Verlustzone. Zwar legte der Umsatz dank einer besseren Geschäftsentwicklung in Ländern wie Spanien, Italien oder der Türkei insgesamt zu; operativ aber rutschte das Unternehmen aufgrund des Wegfalls der Kurzarbeit weiter ins Minus. "Fast das gesamte laufende Geschäftsjahr war bisher von der Covid-19-Pandemie und den damit verbundenen temporären Marktschließungen, insbesondere in Deutschland, geprägt", sagte Ceconomy-Chef Bernhard Düttmann am Montag in Düsseldorf bei Vorlage der vorläufigen Quartalszahlen (PDF).

Demnach stieg der Umsatz im dritten Quartal gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum um 7,3 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro; bereinigt um Währungseffekte und Portfolioveränderungen sogar um 8,0 Prozent. Der vergleichbare Vorjahreszeitraum war allerdings deutlich von europaweiten Lockdowns im stationären Geschäft geprägt, was wiederum zu einer niedrigen Vergleichsbasis führt. Der Online-Umsatz legte um 3,3 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro zu. Er macht ein Drittel des Konzernumsatzes aus. Der bereinigte operative Fehlbetrag (Ebit) stieg – vor allem wegen der Ketten MediaMarkt und Saturn – von 45 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 93 Millionen. Am 12. August will Ceconomy den vollständigen Quartalsbericht veröffentlichen.

Ceconomy hatte sich erst Ende vergangenen Jahres nach jahrelangem Zwist mit der Familie Kellerhals über die vollständige Übernahme der Media-Saturn-Holding geeinigt. Anfangs kam der Mutterkonzern von MediaMarkt und Saturn noch recht gut durch die Corona-Krise – nicht zuletzt aufgrund des Weihnachtsgeschäfts. Doch bereits damals war abzusehen, dass eine Verlängerung des Lockdowns das Unternehmen hart treffen würde. Zwar steigerte Ceconomy den Umsatz mit Online-Geschäften im zweiten Quartal, doch das Wegbrechen der Umsätze im stationären Handel wog schwerer. Dieser Trend setzt sich nun fort. ()