"Lucy in the sky!" – Sonde zur Erforschung der Jupiter-Asteroiden ist gestartet

Erstmals ist ein Raumfahrzeug zu den Asteroiden des Jupiters aufgebrochen: Eine Atlas-V-Rakete brachte die Nasa-Sonde "Lucy" in den Weltraum.

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Start der Atlas-V-Rakete mit Lucy an Bord (16.10.2021)

(Bild: NASA/Bill Ingalls)

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  • dpa

Mit der Nasa-Sonde "Lucy" ist erstmals ein Raumfahrzeug zu den Asteroiden des Jupiters aufgebrochen. Mithilfe einer "Atlas V"-Rakete startete Lucy am Samstag vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida, wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa mitteilte. Kurz danach twitterte die Nasa: "Lucy in the sky!" Die Mission ist auf zwölf Jahre angelegt, insgesamt soll Lucy rund 6,5 Milliarden Kilometer zurücklegen.

Die mehr als 14 Meter lange Sonde, die mit Treibstoff und via Solarzellen aufladbarer Batterien betrieben wird, soll an sieben der sogenannten Jupiter-Trojaner eng vorbeifliegen: Eurybates, Queta, Polymele, Leucus, Orus, Patroclus und Menoetius – alle benannt nach Protagonisten aus der Antikensage "Ilias" von Homer.

Etwa 90 Minuten nach dem Start entfaltete Lucy ihre über sieben Meter langen Sonnensegel, mit denen die Batterien des Raumschiffs wieder aufgeladen wurden. Momentan ist Lucy mit etwa 108.000 km/h auf einer Flugbahn um die Sonne, um die Gravitation der Himmelskörper auf dem Weg Richtung Jupiter auszunutzen.

Die Jupiter-Trojaner sind Asteroiden, die die Sonne auf der gleichen Bahn wie der Jupiter umkreisen – ein Schwarm eilt ihm voraus, einer folgt ihm hinterher. Sie gelten als "Fossile der Formierung der Planeten", weswegen sich die Nasa von der Mission neue Erkenntnisse über die Entstehung der Planeten und unseres Sonnensystems erhofft.

Außerdem soll Lucy auch nah an einem Asteroiden im sogenannten Hauptgürtel zwischen Mars- und Jupiterbahn vorbeifliegen und – ebenfalls als erste Sonde in der Geschichte der Raumfahrt – auch noch dreimal in die Nähe der Erde zurückkehren, um sich für ihren Flug Unterstützung durch deren Schwerkraft zu besorgen. Der erste Asteroiden-Vorbeiflug ist für 2025 geplant, die anderen sollen zwischen 2027 und 2033 stattfinden.

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Die Nasa hat den Start der Sonde mit einer Serie von Tweets begleitet, die weitere Einblicke in den Ablauf geben, und natürlich auch mit einem Update auf ihrer Website zu dem Projekt.

[Update 17.10.2021 14:32 Uhr:] Absatz 3 ergänzt.

(tiw)