Lufthansa stellt klar: AirTags und andere Tracker im Gepäck zulässig

Nach widersprüchlichen Aussagen zu Bluetooth-Trackern in aufgegebenen Gepäckstücken, hat die Fluglinie erneut Stellung genommen. Auch Apple mischte sich ein.

Lesezeit: 2 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 15 Beiträge
AirTags

(Bild: tre / Mac&i)

Von
  • Leo Becker

AirTags und anderen kleine Bluetooth-Tracker im Koffer gelten jetzt auch auf Flügen der Lufthansa als zulässig. Das Luftfahrtbundesamt habe erst am Mittwoch frisch bestätigt, dass solche Tracking-Geräte "mit sehr geringer Batterie- und Übertragungsleistung kein Sicherheitsrisiko darstellen", wie der offizielle Presse-Account der Lufthansa Group auf Twitter klarstellte. Die Behörde teile damit die eigene Risikoeinschätzung und solche Geräte seien somit ab sofort auf Lufthansa-Flügen erlaubt.

Kurz davor hatte sich schon der Hersteller Apple zu Wort gemeldet: Die kleinen Tracker würden alle Flugsicherheitsvorgaben erfüllen, betonte der Konzern gegenüber der New York Times.

In den zurückliegenden Wochen hatte die Fluglinie mit vorsichtigen Aussagen ebenso wie widersprüchliche Medienberichte für Irritationen unter Fluggästen gesorgt, die ihr Gepäck gerne mit AirTags tracken wollten – ohne gegen Vorschriften zu verstoßen.

Man habe nie ein Verbot ausgesprochen, betonte die Lufhansa noch am Dienstag gegenüber heise online, verwies zugleich aber erneut darauf, dass die zuständigen Behörden ihre Vorschriften noch anpassen müssten. Für zusätzliche Verwirrung sorgten zwischenzeitlich Antworten von Lufthansa-Kundenbetreuungsmitarbeitern auf Twitter, in der die Verwendung von AirTags als klar verboten bezeichnet wurden.

Ein besonderes Geschmäckle erhielt die Geschichte, weil Reisende nach teils chaotischen Zuständen an europäischen Flughäfen im Sommer immer häufiger versuchten, ihre vermissten Koffer lieber selbst per AirTag & Co zu orten – und damit für lange und unbequeme Diskussionen mit dem Kundenservice gesorgt haben dürften.

In den Apple AirTags steckt eine gängige Knopfzelle des Typs CR2032. Die kleinen Tracker senden regelmäßig ein Bluetooth-Signal aus, das von allen iPhones in der Umgebung aufgeschnappt wird, die dann wiederum ihren Standort Ende-zu-Ende-verschlüsselt an Apple übermitteln. Der Besitzer kann darüber sein getracktes Objekt orten.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

Mit Ihrer Zustimmmung wird hier ein externer Preisvergleich (heise Preisvergleich) geladen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen (heise Preisvergleich) übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Mehr von Mac & i Mehr von Mac & i

(lbe)