Lyft will komplett elektrisch fahren lassen

Der Fahrten-Vermittler und -Vermieter will dafür sorgen, dass 2030 sämtliche Fahrzeuge in seinen Diensten nicht mehr fossile Treibstoffe verbrennen.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 21 Beiträge

(Bild: Lyft)

Von

Der Fahrdienstleister Lyft will dafür sorgen, dass bis 2030 sämtliche seiner Fahrten nicht mehr mit Verbrennungsmotoren absolviert werden, sondern elektrisch betrieben. Mehr als je zuvor müssten alle zusammenarbeiten, um sauberere, gesündere und gerechtere Bedingungen zu schaffen, sagte Lyft-Chef John Zimmer.

Das Elektro-Versprechen betrifft sämtliche Geschäftsbereiche, also die Mietwagenplattform, das Projekt zum autonomen Fahren und die Fahrdienst-Vermittlung, wie aus einer Lyft-Mitteilung hervorgeht. Bisher machen Elektroautos laut Reuters etwa ein Prozent der mit Lyft zusammenhängenden Fahrzeuge aus.

heise online daily Newsletter

Keine News verpassen! Mit unserem täglichen Newsletter erhalten Sie jeden Morgen alle Nachrichten von heise online der vergangenen 24 Stunden.

Während das Unternehmen auf die ersten beiden Bereiche einen direkten Einfluss auf den Fuhrpark hat, will Lyft andere Unternehmen, die Politik und Autohersteller davon überzeugen, Fahrern es insgesamt zu erleichtern, auf Elektroautos umzusteigen. Dabei appelliert Zimmer auch an die Konkurrenz, weil das Projekt einer sauberen Umwelt alle betreffe und alle mitmachen müssten.

Elektrofahrzeuge seien zwar in der Anschaffung derzeit teurer als Verbrenner, räumt Lyft ein, im Verbrauch und in der Instandhaltung seien sie über ihre Lebenszeit aber günstiger. Die Preise für Elektroauto-Batterien seien in den vergangenen Jahren um 90 Prozent gesunken. In fünf Jahren würden E-Autos voraussichtlich insgesamt günstiger sein als Verbrenner.

"Das Jahr 2020 wird als Wendepunkt in die Geschichte der Menschheit eingehen", schreibt Lyft und bezieht sich dabei auf die Coronavirus-Pandemie. Das Unternehmen habe sich aber entschlossen, sich nicht wegzuducken, sondern sich der Herausforderung des Klimawandels zu stellen.

In der Coronakrise hatte Lyft einen massiven Umsatzrückgang zu verkraften. Im Mai kündigte das Unternehmen vor diesem Hintergrund an, 3700 Vollzeitstellen abbauen zu wollen.

(anw)