M1-Macs: Apple sieht keine Unterschiede zwischen Desktop und Notebook mehr

Künftig sollen Nutzer ihren Mac-Formfaktor nicht mehr nach Leistungsansprüchen wählen, meinen Manager des iPhone-Konzerns. Apple Silicon soll das ermöglichen.

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(Bild: Apple)

Von
  • Ben Schwan

Alle aktuellen Macs kommen mittlerweile mit M1-Chip – Apples hauseigenem ARM-Prozessor. Der Konzern geht mittlerweile davon aus, dass Nutzer nicht mehr auf Leistungsaspekte achten, wenn sie den Formfaktor ihres nächsten Rechners auswählen – große Unterschiede zwischen Desktop und Notebook soll es nicht mehr geben. Darauf haben zwei Konzernmanager in einem Interview hingewiesen.

Gegenüber dem US-Sender CNN sagten Platform-Product-Marketing-Manager Stephen Tonna und Laura Metz aus dem Mac Product Marketing, die Nutzerinnen und Nutzer hätten jetzt "die Freiheit, ihre Geräte zu verwenden, wie sie wollen". Apple habe "eine Reihe von Geräten, die die Bedürfnisse der Nutzer befriedigen, egal ob man viel unterwegs ist und ein portables Gerät benötigt oder etwas für wenig Platz [Mac mini, Anm. d. Red.] oder etwas als All-in-One-Erfahrung mit einem großen Display [neuer iMac Mac, Anm. d. Red.]."

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Apple macht keine Angaben zu Taktfrequenzen seiner Apple-Silicon-Prozessoren – allesamt hören nur auf den Namen M1. Käuferinnen und Käufer können nur auswählen, ob das Gerät sieben GPU-Kerne (beim jeweiligen Einstiegsmodell) oder acht haben soll. Zudem kann beim gemeinsamen Arbeitsspeicher des SoC zu 8 oder 16 GByte gegriffen sowie die Größe der SSD – aktuell maximal 2 TByte – bestimmt werden. Weitere Konfigurationsmöglichkeiten betreffen nur die Farbe der Geräte.

In der Praxis gibt es dann allerdings doch Geschwindigkeitsunterschiede, die sich aus dem Formfaktor ergeben. So kommt ein iPad Pro M1 mit keinem Lüfter und einem sehr kompakten Gehäuse; auch das MacBook Air M1 ist lüfterlos. Das MacBook Pro M1 hat ein kleineres Case als ein Mac mini M1 oder iMac M1. Entsprechend regeln die Desktop-Maschinen die Maximalleistung später ab, weil sie weniger heiß werden.

Dennoch scheint Apple anzustreben, seine Macs und iPads in Sachen Innenleben weiter zu vereinheitlichen. Allerdings wird es wohl – genau wie beim iPhone – stets im regelmäßigen Takt schnellere SoCs geben. So wird unter Fachkundigen ein erster "M2"-Mac noch in diesem Jahr erwartet. Das könnte vermutlich MacBook-Pro-Modelle mit neuen 14- und 16-Zoll-Designs sowie Mini-LED-Bildschirmen betreffen. (bsc)