M1-Macs mit Bluetooth-Problemen

Apple ARM-Rechner verlieren Nutzerberichten zufolge häufiger die Verbindung zu Peripheriegeräten. Ob es an der Soft- oder Hardware liegt, bleibt unklar.

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Bluetooth

Bluetooth-Schalter auf einem Apple-Gerät – hier allerdings kein Mac.

(Bild: dpa, Andrea Warnecke/Symbolbild)

Von
  • Ben Schwan

Auf Reddit und in anderen beliebten Foren für Apple-User berichten Nutzer über Bluetooth-Störungen mit den brandneuen M1-Macs. Betroffen sind offenbar sowohl Mac mini als auch MacBook Pro und MacBook Air mit ARM-SoC. Die diffusen Fehler äußern sich darin, dass es zu Unterbrechungen bestehender Verbindungen kommt.

So arbeitet dann eine eigentlich gepairte Maus nicht mehr oder drahtlose Kopfhörer verlieren den Kontakt. Besonders nervig ist der Bug, wenn man Bluetooth-Tastaturen und andere Eingabegeräte wie Trackpads oder Mäuse am Mac betreibt und man diese dann nicht zum Anmelden verwenden kann. Teilweise betreffen die Störungen nur die Zeit vor dem Login, wiederholen sich dann aber später im laufenden Betrieb.

Es gibt kein klares Bild, welche Hardware betroffen ist. So stehen Logitech-Geräte ebenso in Rede wie Apple-Peripherie wie Magic Keyboard, Magic Mouse, Magic Trackpad oder AirPods. Bei Logitech-Hardware kann helfen, auf den eigenen Unified Receiver, ein proprietärer USB-Dongle, zurückzugreifen, was dann aber einen Port belegt. MacBook Pro und MacBook Air mit M1-Chip verfügen jeweils nur über zwei Thunderbolt-3-fähige USB-C-Anschlüsse, was Drahtloszubehör umso wichtiger macht, möchte man keinen Hub verwenden. Beim Mac mini sind noch zwei zusätzliche USB-A-Ports an Bord.

Bluetooth-Probleme sind bei Apple-Geräten nicht unbedingt selten, insbesondere beim Erscheinen neuer Hardware oder Betriebssysteme. Entsprechend kann es sich schlicht um ein Softwareproblem handeln, dass Apple mit einem Update fixen kann. Bei den M1-Macs scheint Apple erneut eigene Funkmodule mit Wi-Fi-6-WLAN und Bluetooth 5.0 zu verwenden, statt sich Broadcom-Hardware zu bedienen – das legen zumindest erste Teardowns nahe. Betroffene können sich aktuell nur an Apples Service wenden, damit dieser das Problem aufnimmt. (bsc)