MS Build 2022: Microsoft Store deutlich verbessert und aufgebohrt

Auf der Microsoft Build 2022 hat das Unternehmen Verbesserungen für den Store angekündigt. So lassen sich installierte Apps auf neuen Rechnern wiederherstellen.

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Aufmacher MS Build 2022 Microsoft Store verbessert

(Bild: Curt Bauer / Shutterstock)

Von
  • Dirk Knop

Zur Entwickler-Messe MS Build 2022 hat Microsoft auch geplante Verbesserungen am Microsoft Store vorgestellt. So sollen Entwickler unterstützt werden, indem Apps leichter in Windows auffindbar werden, durch Werbung für die Apps die richtigen Zielgruppen erreichbar sind und jetzt auch Win32-Programmierer sowie Progressive-Web-App-Entwickler Zugang zum Microsoft Store erhalten.

Eines der augenfälligsten neuen Features für Nutzer kommt in Kürze in die Windows-11-Testversionen aus dem Insider-Preview-Channel: das Wiederherstellen von Apps. Aufgrund des wachsenden PC-Marktes sieht Microsoft den Bedarf, Nutzern den Umzug auf einen neuen Rechner zu erleichtern. Durch die kommende Funktion können Nutzer automatisch die Apps wiederherstellen lassen, die sie zuvor aus dem Microsoft Store auf der alten Maschine installiert hatten.

Inzwischen könnte das für viele Nutzer tatsächlich eine sehr weitreichende Unterstützung sein, da der Store stark wächst. Microsoft berichtet, dass inzwischen populäre Apps wie ACDSee Gemstone, Adobe Express, Audacity, Canva, Course Hero, Discord, Drawboard PDF, Epic Games, Firefox, Luminar Neo & Luminar AI, Mailchimp, Meitu XiuXiu, Microsoft Teams, OpenOffice, Paramount+, PuTTY, WinZip und Zoom im Store erhältlich sind. Zudem sei die Anzahl neuer Desktop-Apps und -Spiele im Store im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 50 Prozent gestiegen.

Außerdem sollen Android-Entwickler verbesserte Zugangsmöglichkeiten erhalten. Aufgrund der Zusammenarbeit mit Amazon hält der Amazon App-Store Einzug in Windows 11. Die Vorschau dafür ist derzeit lediglich in den USA erhältlich, soll im Laufe dieses Jahres aber auf weitere Länder wie Deutschland, Frankreich, Italien, Japan und dem Vereinigten Königreich ausgeweitet werden.

Um App-Entwicklern mehr Möglichkeiten zu geben, ihre Apps anzupreisen, bohrt Microsoft die Windows-Suche etwa im Startmenü auf. Nach dem Öffnen des Startmenüs führt die Eingabe von Wörtern dazu, dass Windows passende Apps lokal und im Web sucht. Jetzt kommen auch Apps aus dem Microsoft Store hinzu, die sich aus den Suchergebnissen einfach und direkt installieren lassen sollen. Zudem soll es einen Pop-up-Store und Badges geben, die Entwickler auf Webseiten einbinden können.

Weiterhin führt Microsoft Microsoft Store Ads ein. Damit sollen App-Entwickler ihr Produkt einer passenden Klientel gezielt vorstellen können. Als Beispiel nennt der Konzern, dass ein Programmierer einer Musik-App gezielt eine Kampagne erstellen kann, die die App vor einem Publikum zeigt, das Musik oder Musikmachen mag. Ein Pilotprogramm soll in Kürze starten. Interessierte Entwickler können sich auf einer Warteliste eintragen.

Bereits vergangenes Jahr hat Microsoft eine Warteliste für Win32-Entwickler angekündigt, die ihre Apps in .NET, C++, Electron, Flutter, Qt, Rust und anderen Sprachen respektive Frameworks programmieren. Ab sofort steht diese Möglichkeit nun allen Entwicklern offen. Eine Verbesserung sieht Microsoft in der automatischen Übertragung neuer Software-Versionen in den Store mittels GitHub Action oder Rest APIs.

Dabei sollen App-Entwickler die App etwa für begrenzte Testläufe unsichtbar schalten können. Ein in Kürze erscheinendes Analyse-Dashboard soll Überblick über Nutzerzugriffe und App-Nutzung swoei App-Health-Status sowie erfolgreiche Installationen liefern.

Progressive-Web-App-Entwickler (PWA) erhalten zudem neue Werkzeuge. PWA Starter soll die Entwicklung von Anfang an erleichtern und mit hilfreichen Tipps begleiten. PWA Studio ist eine Erweiterung für Visual Studio Code, die den Prozess zum Bauen, Verpacken und Veröffentlichen von PWAs im Microsoft Store unterstützt, ohne dass Entwicklerinnen und Entwickler Visual Studio verlassen müssten.

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(dmk)